Gemeinsam gegen Cybermobbing: ConnectedKids stärkt Kinder gegen digitale Gewalt
Kinder verbringen heute einen großen Teil ihres Alltags online – sei es in Klassenchats, sozialen Netzwerken oder Online-Spielen. Damit verlagern sich auch Konflikte zunehmend in den digitalen Raum. Cybermobbing, Beleidigungen und Hass im Netz gehören für viele junge Menschen leider zur Realität. Um Kinder frühzeitig für diese Herausforderungen zu sensibilisieren, lud die Initiative ConnectedKids von Magenta 60 Schülerinnen und Schüler der Volksschule Brockmanngasse in Graz zum Workshop „Be Hope – Gegen Hass im Netz“ ein.
Wenn Mobbing nicht nach Schulschluss endet
Hoch über den Dächern von Graz, im Skyroom der Kleinen Zeitung im Styria Mediacenter, setzten sich die Kinder einen Vormittag lang mit dem Thema digitale Gewalt auseinander. Dabei wurde schnell deutlich, wie präsent das Thema bereits im Volksschulalter ist: „Ja, ich bin schon einmal gemobbt worden!“ Mit diesem Satz brachte eine Schülerin auf den Punkt, was viele Gleichaltrige bereits erlebt haben. Denn Mobbing endet heute oft nicht mehr mit dem Schulgong. Nachrichten in Gruppen-Chats, beleidigende Kommentare oder Ausgrenzung in sozialen Netzwerken können Betroffene rund um die Uhr begleiten.
Warum Medienkompetenz heute so wichtig ist
Der Workshop zeigte den Kindern, wie sie Cybermobbing erkennen, angemessen darauf reagieren und selbst zu einem respektvollen Miteinander im Internet beitragen können.
Im Mittelpunkt standen Fragen wie:
- Wie erkenne ich digitale Gewalt?
- Wie kann ich Betroffene unterstützen?
- Was kann ich tun, wenn ich selbst betroffen bin?
- Wie verhindere ich, andere unbeabsichtigt zu verletzen?
Durch kreative Übungen und gemeinsames Arbeiten entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen und Strategien für einen respektvollen Umgang im digitalen Raum.
ConnectedKids stärkt junge Menschen für den digitalen Alltag
Für Sonja Macher von ConnectedKids ist Prävention der wichtigste Baustein: „Digitale Gewalt gehört für viele junge Menschen zum Alltag. Deshalb möchten wir Schüler:innen früh sensibilisieren und ihre Medienkompetenz stärken, damit sie sich sicher, respektvoll und selbstbewusst im digitalen Raum bewegen können.“ Ziel des Workshops war es nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern auch Empathie zu fördern und Kinder darin zu bestärken, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Gemeinsam Lösungen entwickeln
Der interaktive Workshop bot den Kindern die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und gemeinsam Lösungswege zu entwickeln. Ein Schüler fasste den Vormittag treffend zusammen; „Heute haben wir gelernt, eigene Ideen und Strategien gegen Mobbing und Hass im Netz zu entwickeln, damit wir uns gegenseitig unterstützen können und lernen, respektvoll miteinander umzugehen.“
Eine wichtige Botschaft zum Schluss
Am Ende waren sich alle Kinder einig: „Mobbing und Hass sind schlecht. Und nur weil es andere machen, soll man es auf keinen Fall auch machen.“ Diese einfache Botschaft bringt das Ziel von ConnectedKids auf den Punkt: Kinder früh zu stärken, damit sie sich sicher in der digitalen Welt bewegen und selbst zu einem respektvollen Miteinander beitragen können. Denn Magie entsteht, wenn Menschen und Technologie zusammenspielen – und wenn digitale Kompetenz, Empathie und Verantwortung gemeinsam wachsen.
Was ist ConnectedKids?
ConnectedKids ist eine Initiative von Magenta, die Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, digitale Kompetenzen aufzubauen und sich sicher im Internet zu bewegen. Workshops und Bildungsangebote vermitteln Wissen zu Themen wie Cybermobbing, digitale Gewalt, Datenschutz und verantwortungsvoller Mediennutzung.
Weitere Informationen gibt es unter: www.magenta.at/connectedkids.