Mit der Einführung von Gigabit Internet tauchte der Begriff DOCSIS 3.1 auf. Wer nur „Bahnhof“ versteht, liegt gar nicht so falsch. Denn der technische Begriff steht für High Speed und lässt sich gut mit einem TGV Hochgeschwindigkeitszug vergleichen.

Bis zu 10 Gbit/s mit DOCSIS 3.1

Die DOCSIS Technologie geht zurück in das Jahr 1997. Damals entwickelte die Organisation „Cable Labs“ einen Standard für die schnelle Datenübertragung über bestehende Kabelfernsehnetze. Die Entwickler nannten die bahnbrechende Technologie Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS). Während der gängige Standard 3.0 Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 600 Mbit/s schafft, kann DOCSIS 3.1 bis zu 10 Gbit/s erreichen. 

DOCSIS 3.1 im Check

Franz Baumgarten, Vice President Cable Networks Magenta Telekom, erklärt die wichtigsten Vorteile des Übertragungsstandards: „Es ist de facto ein eigenes Netz. DOCSIS 3.1 ist wesentlich effizienter, denn es sind deutlich größere Bandbreiten möglich.“ Theoretisch hätte sich die Technologie sogar den Namen DOCSIS 5.0 oder 6.0 verdient, weil sie eine technische Revolution darstellt. Das beweisen die Eckdaten:

  • Mehr Netzkapazität dank dem Modulationsverfahren OFDM (Orthogonal Frequency-Division Multiplexing)
  • Bessere Nutzung der Bandbreiten (um bis zu 70 Prozent effektiver als bei DOCSIS 3.0)
  • Gesteigerte Übertragungsqualität
  • Geringere Latenzzeiten

Wo kommt DOCSIS 3.1 zum Einsatz?

In Österreich haben mehr als 1,4 Millionen Haushalte und Betriebe Zugang zum Magenta Gigabit Netz. Wer einen Gigabit-Tarif anmeldet, surft automatisch im DOCSIS 3.1 Netz. Auch die Magenta Gaming Tarife profitieren von der neuen Übertragungstechnologie. Nachdem ein Bild mehr als tausend Worte sagt, haben wir den klaren Vorsprung von DOCSIS 3.1 in einer Grafik visualisiert. Die Darstellung zeigt die mögliche Übertragungsgeschwindigkeit bei beiden Technologien. Der schraffierte Bereich im Kabel stellt jeweils die für TV und Radio belegte Frequenz dar.

Unterschied zwischen DOCSIS 3.0 und DOCSIS 3.1 Grafik

Noch mehr aus dem Internet rausholen dank Tipps

Wer via WLAN mit dem Internet verbunden ist, kann mit ein paar wenigen Handgriffen am Router noch mehr aus seinem oder ihrem Anschluss rausholen. Falls doch mal eine Störung vorliegt, kann man diese oft einfach selbstbeheben. In seltenen Fällen kommt es auch zu Netzausfällen. Wir erklären, wie man sich dazu informiert.