Durch die Globalisierung und die internationalen Arbeitswelten sind wir immer häufiger mit vielseitigen Sprach- und Kulturkreisen im Austausch. Konferenzen finden heutzutage über Ländergrenzen hinweg statt, Urlaube verschlagen uns in ferne Regionen und so manche relevante Information spuckt das Internet nur in einer Fremdsprache aus. Gute Übersetzungstools können dir dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Was eine gute Übersetzungssoftware können muss und welches Tool sich für welche Anwendung eignet, erfährst du hier.
Wenn wir heute von Übersetzungssoftware reden, meinen wir eigentlich immer Online-Übersetzungstools. Da sie in Echtzeit auf riesige Sprachdatenbanken zugreifen, liefern sie möglichst präzise Übersetzungen.
Kerngeschäft für maschinelles Übersetzen war bisher die Textarbeit. Nachrichten, Websites oder auch wissenschaftliche Texte, aus denen man nicht ganz schlau wurde, können mit einem Übersetzungstool mittlerweile in Windeseile in die gewünschte Sprache übersetzt und damit zumindest verständlich gemacht werden. Aber wer kennt es nicht: Früher sorgten Online-Übersetzungstools gerne mal für lustige Momente, wenn sie bizarre Übersetzungen hervorbrachten, die mit grammatikalisch korrekter Sprachausgabe wenig zu tun hatten.
Mit fortschreitender Entwicklung der Künstlichen Intelligenz kannst du immer mehr auf KI-Übersetzungstools vertrauen. Sie lernen fortwährend dazu und werden immer präziser. Ein gutes Übersetzungstool macht Texte nicht nur verständlich, sondern übersetzt sie grammatikalisch korrekt und ohne Sinnverschiebung oder Inhaltsverlust. Ein echter Gewinn also an Übersetzungsqualität.
Neben der reinen Textübersetzung rücken auch andere Funktionen moderner Übersetzungstools immer weiter in den Vordergrund. Dazu zählt zum Beispiel die Texterkennung im Bild: Sie ist für den Urlaub und on-the-go besonders praktisch, denn damit kannst du Straßenschilder, Speisekarten und Infotafeln übersetzen, ohne erst eine fremde Sprache ins Telefon zu tippen. Das ist gerade dann hilfreich, wenn die Sprache, aus der du übersetzt, ein anderes Alphabet nutzt.
Die Königsdisziplin der Übersetzungsfunktionen ist das Live-Übersetzen von Konversationen. Die verfügbaren Tools sind zum Teil noch ausbaufähig, aber mitunter trotzdem hilfreich, um sich in einer Fremdsprache in Echtzeit auszutauschen.
Übersetzungstools und ihre Vor- und Nachteile
Mittlerweile gibt es einige Übersetzungstools, deren du dich bedienen kannst. Wichtig ist die richtige Software für die gewünschte Aufgabe. Welche Tools es gibt und wofür sie geeignet sind, haben wir deshalb hier für dich aufgelistet.
| Tool | Vorteile | Nachteile |
| Google Übersetzungstool (Google Translate) | Das Übersetzungstool ist kostenlos und übersetzt in über 100 Sprachen. Im Chrome-Browser kann es bequem angewendet werden. Texterkennung im Bild ist integriert. | Hin und wieder passieren hier semantische Fehler, wenn auch immer seltener. Trotzdem solltest du bei Inhalten, bei denen sprachliche Nuancen wichtig sind, jede Übersetzung gegenprüfen. |
| DeepL | DeepL hat die Welt der KI-Übersetzungstools revolutioniert. Es nutzt die Datenbank des Online-Wörterbuchs Linguee und liefert die sprachlich überzeugendsten Übersetzungen. | DeepL ist auf ca. 30 Sprachen eingeschränkt, was seine Funktion limitiert. |
| Microsoft Übersetzer | Das Tool von Microsoft übersetzt aus ca. 70 Sprachen. Die größte Stärke der App liegt darin, dass sie bei Gesprächen live mitübersetzen kann. Das ist nicht zuletzt bei Auslandsreisen praktisch. | Die Übersetzungsqualität steht der Konkurrenz ein wenig nach. |
| QTranslate | QTranslate ist vor allem für Übersetzungen direkt auf deinem PC geeignet. Mit dieser integrierten Software kannst du jeden Text auf deinem Bildschirm markieren und direkt übersetzen lassen. | Die App übersetzt nicht selbst, sondern bedient sich unterschiedlicher Dienste wie DeepL oder Google Translate. Damit wird die Nutzung der n Übersetzungstools beim Surfen deutlich bequemer. |
| Babylon | Babylon übersetzt bei Bedarf jedes einzelne Wort auf deinem Bildschirm – auch auf Bildern. Das ist insbesondere im Urlaub praktisch, um Website von Hotels oder nationalen Reiseunternehmen zu verstehen. | Babylon ist nur in der Testversion kostenlos. Um es langfristig zu nutzen, musst du das Tool bezahlen. |
| Reverso | Reverso ist eine Übersetzungssoftware mit Bildungsfunktion. Hier kannst du u.a. Vokabeln speichern oder nebenher Lernspiele nutzen. | Aktuell werden bei Reverso nur 14 Sprachen unterstützt. |
| Systran | Systran bietet dank künstlicher Intelligenz hochwertige Übersetzungen und ist vor allem auf technische Übersetzungen spezialisiert, die im Privaten wie in der Geschäftswelt nützlich sein können. | Systran übersetzt aus 55 Sprachen und erlaubt in der kostenlosen Version nur eine begrenzte Anzahl an übersetzten Wörtern. |
Das solltest du bei der Wahl deines Übersetzungstools beachten
Neben den genannten Tools gibt es zahlreiche Websites und Plattformen, die dir das Übersetzen erleichtern. Welche tatsächlich hilfreich sind, hängt von den jeweiligen Anforderungen ab. Geht es dir zum Beispiel darum, beim Surfen auf ausländischen Websites möglichst schnell durchzusehen? Dann sind QTranslate und Babylon gute Optionen. Möchtest du Nachrichten oder Texte inhaltlich möglichst akkurat ins Deutsche übertragen? Dann ist DeepL ein guter Anfang, und wenn bei den 30 angebotenen Sprachen nicht das richtige für dich dabei ist, bemühst du Google Translate. Für Live-Übersetzungen bei Gesprächen eignet sich der Microsoft Übersetzer, zum Lernen Reverso, für technisch akkurate Übersetzungen Systran.
Du siehst: Jedes Tool mit seinen speziellen Features und Anpassungsoptionen bietet Vor- und Nachteile. Es empfiehlt sich also, dass du dir alle Übersetzungstools einmal näher anguckst und dann entscheidest, was du im Alltag am besten gebrauchen kannst.
Was du außerdem beachten solltest, ist der Datenschutz. Kostenlose Übersetzungstools bieten generell nicht ausreichend Datenschutz für sensible Daten – die solltest du also niemals in einen Online-Übersetzer eingeben! Wenn das aber doch einmal nötig wird, informiere dich vorher umfassend. Einige kostenpflichtige Pro-Versionen der Übersetzungssoftwares bieten ihren Nutzern zwar ausreichenden Datenschutz, aber bei allem, was legal relevant werden könnte (wie zum Beispiel bei vertraulichen Unternehmensdaten), bist du nach wie vor mit professionellen, menschlichen Übersetzer:innen besser beraten.
In jedem Fall sind Übersetzungstools eine großartige Hilfe im Alltag, und können dir, wenn richtig eingesetzt, das multilinguale Leben und Arbeiten deutlich erleichtern.