Mit dem Projekt „Fiber to the Alm“ bringt Magenta moderne Glasfaser-Infrastruktur mitten ins Tiroler Karwendeltal. Die Gramai Alm, die Gern Alm und die Falzturnalm verfügen ab sofort über leistungsstarkes Highspeed-Internet – auf bis zu 1.300 Metern Seehöhe. Denn Digitalisierung endet nicht an der Stadtgrenze, sondern dort wo sie gebraucht wird – das heißt, wo Menschen leben, arbeiten und Urlaub machen. In diesem Artikel erfährst Du warum Glasfaser auch in entlegenen Regionen wichtig ist und wie das anspruchsvolle Projekt gelingen konnte.
Glasfaser auf 1.300 Metern Höhe
Gerade in alpinen Regionen ist der Ausbau digitaler Infrastruktur besonders herausfordernd – und gleichzeitig besonders wichtig. Denn stabile Internetverbindung ist heute längst mehr als ein Komfortmerkmal. Gäste erwarten zuverlässiges WLAN inzwischen genauso selbstverständlich wie Strom oder Warmwasser. Gleichzeitig laufen zentrale betriebliche Prozesse digital: von Reservierungssystemen über Kartenzahlungen bis hin zu Kommunikation, Sicherheits- und Kamerasystemen. Für die Betriebe eröffnet Glasfaser zudem neue Perspektiven: Remote Work in touristischen Regionen, digitale Services für Gäste, smarte Landwirtschaft oder moderne Energielösungen. Um das zu ermöglichen, wurden innerhalb von nur zwei Monaten rund 11,5 Kilometer Glasfasertrasse durch alpines Gelände verlegt. Dabei galt es etwa 300 Höhenmeter zu überwinden.
Digitalisierung stärkt den ländlichen Raum
Tirols Almen sind weit mehr als touristische Ausflugsziele. Sie sind Familienbetriebe, Arbeitgeber und ein wichtiger Teil der regionalen Kultur- und Wirtschaftslandschaft. Moderner Infrastruktur stärkt:
- den Tourismus,
- die regionale Wertschöpfung,
- die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe
- und die Lebensqualität im ländlichen Raum.
Tirol als Vorreiter der Digitalisierung
Tirol gilt österreichweit als Vorzeigeregion beim digitalen Infrastruktur-Ausbau. So war Innsbruck bereits 2018 Österreichs erste 5G-Stadt und auch das Tiroler Gemeindenetz-Modell hat sich bewährt: Gemeinden errichten Netzinfrastruktur, Anbieter wie Magenta bringen darauf Services und Produkte. Dazu arbeitet Magenta mit Tiroler Gemeinden und regionalen Partnern zusammen und versorgt bereits rund 205.000 Haushalte und Betriebe mit Gigabit-Internet – davon rund 150.000 im Eigennetz. Allein in Innsbruck werden bereits neun von zehn Haushalten erreicht. Und auch abseits bestehender Gemeindenetze investiert Magenta laufend in den Ausbau. Aktuelle Beispiele sind Fritzens und Weer mit rund 2.000 Haushalten im Ausbau sowie ein neues Rechenzentrum im Zillertal, das noch schnellere Verbindungen in der Region ermöglicht.
Partnerschaften als Schlüssel zum Ausbau
Der Glasfaserausbau gelingt vor allem durch starke Partnerschaften. Kooperationen mit Gemeinden und regionalen Infrastrukturpartnern helfen dabei, Ressourcen effizient zu nutzen, Doppel-Ausbau zu vermeiden und Baustellen zu reduzieren.
- Wo bereits moderne Netze bestehen, arbeitet Magenta mit Gemeinden zusammen.
- Wo Infrastruktur fehlt, unterstützt das Unternehmen aktiv beim Aufbau neuer Netze.
Gerade Tirol zeigt, wie erfolgreich dieses partnerschaftliche Modell funktionieren kann. Die Baukosten für „Fiber tot he Alm“ hat Magenta eigenwirtschaftlich getragen, unterstützt durch öffentliche Connect-Förderung „Breitband Austria 2030: Connect“.
Glasfaser und 5G: Gemeinsam für die digitale Zukunft
Glasfaser und 5G ergänzen einander ideal: Glasfaser bildet das stabile Rückgrat der Digitalisierung, während 5G mobile Anwendungen und flexible Nutzung ermöglicht. Dabei gilt Glasfaser als besonders nachhaltige Technologie. Sie benötigt deutlich weniger Energie als ältere Netzinfrastrukturen und ist langfristig nutzbar. Gleichzeitig wurde bei dem Projekt besonderes Augenmerk auf Natur- und Tierschutz sowie den ressourcenschonenden Einsatz bestehender Infrastruktur gelegt. Die Bauarbeiten erfolgten bewusst außerhalb sensibler Zeiträume wie Hirschbrunft und Vogelbrut, um die einzigartige alpine Landschaft bestmöglich zu schützen.
Der Anspruch bleibt klar: Glasfaser soll überall dort verfügbar sein, wo Menschen leben, arbeiten und Unternehmen wachsen. Das Projekt „zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung Zukunftsperspektiven schafft – auch in entlegenen Regionen, hoch oben in den Tiroler Bergen.