Vertrauliche, pers├Ânliche Daten sind bei Betr├╝ger*innen hoch im Kurs. Denn mit Login-Namen, TANs, Geburtsdaten, Kreditkarten- oder Kontonummern sowie Passw├Ârtern kann man beispielsweise online unter falschen Namen Vertr├Ąge abschlie├čen oder Produkte kaufen. Neben E-Mails nimmt Phishing durch Fake SMS zu. In diesen fordern Betr├╝ger*innen auf, auf Links zu klicken,

  • da vermeintlich eine neue Voicemail bereitsteht,
  • die SIM-Karte gesperrt wurde
  • oder ein Paket zugestellt wird.

In allen F├Ąllen gilt: nicht auf den Link klicken und die SMS l├Âschen. Wir listen im Anschluss alle gemeldete Phishing-F├Ąlle, die via Kurznachrichten von Betr├╝ger*innen verschickt wurden.

Aktuelle Fake SMS

In der Weihnachtszeit herrscht Hochbetrieb f├╝r die Zustelldienste. Diese Situation nutzen Betr├╝ger*innen aus und fordern in einer Fake SMS, einen Link zu ├Âffnen, um ein vermeintliches Paket abzuholen. Bitte die SMS umgehend l├Âschen und auf gar keinen Fall antworten oder den Link ├Âffnen.

Fake SMS Dezember 2021
Beispiel, 10. Dezember 2021

Falls man so eine Fake SMS erhalten hat

  1. auf keinen Fall den Link anklicken,
  2. keine unbekannte App installieren
  3. und am besten die SMS gleich wieder l├Âschen und vorher eventuell noch die Rufnummer blockieren.

Falls man die FluBot-App installiert hat

  1. Das Smartphone sollte sofort in den Flugmodus versetzt werden, um jede weitere Kommunikation der App zu verhindern.
  2. Danach das Smartphone auf Werkseinstellungen zur├╝cksetzen.
  3. Wir empfehlen die Passw├Ârter aller Konten zu ├Ąndern, die am Smartphone vorhanden waren, w├Ąhrend die App installiert war.
  4. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die App installiert ist, sollte man einen Virenscanner auf dem Smartphone durchlaufen zu lassen.

Schadsoftware FluBot

Hinter der Fake SMS verbirgt sich die Schadsoftware FluBot, die sich mit dem Klicken auf den Link am Handy installiert. Dabei handelt es sich um einen Trojaner, der nur f├╝r Android Handys eine Gefahr darstellt. Denn dadurch k├Ânnen Betr├╝ger*innen die Kontrolle ├╝ber den SMS-Versand des Smartphones ├╝bernehmen. Damit versenden diese dann auf Kosten der User*innen und mit deren Kontaktdaten in gro├čer Zahl SMS u.a. ins Ausland. Ebenso k├Ânnen auch SMS an kostenpflichte Mehrwert-Rufnummern verschickt werden. F├╝r User*innen k├Ânnen dadurch hohe Kosten entstehen. Der Trojaner versucht au├čerdem ├╝ber Apps f├╝r Kreditkartenzahlung pers├Ânliche, sensible Daten auf dem Handy abzugreifen.

Bisherige Fake SMS

Betr├╝ger*innen fordern in einer Fake SMS auf, auf einen Link zu klicken, da angeblich eine neue Voicemail bzw. Sprachnachricht vorliegt. Bitte nicht auf den Link klicken und die SMS umgehend l├Âschen.

Fake SMS Beispiel, 12. Oktober 2021
Beispiel, 12. Oktober 2021
Fake SMS 10. Oktober 2021
Beispiel, 10. Oktober 2021

In einer Fake SMS fordern Betr├╝ger*innen auf, auf einen Link zu klicken, um eine vermeintliche Lieferung zu verwalten, die in K├╝rze erfolgt. Bitte nicht auf den Link klicken und die Kurznachricht l├Âschen.

Beispiel, 10. September 2021
Beispiel, 6. September 2021

In einer Fake Kurznachricht fordern Betr├╝ger*innen auf, auf einen Link zu klicken, da vermeintlich eine neue Voicemail bereitsteht. Daher bitte nicht auf den Link klicken und die SMS l├Âschen.

Beispiel, 17. Juni 2021
Beispiel, 17. Juni 2021

Wie kann man Phishing erkennen und gegen Phishing-Attacken vorsorgen? Umfassende Tipps zur Vorsorge gegen Fake SMS haben wir im Beitrag zu Phishing zusammengefasst.

Internetbetrug im Aufschwung

Internetbetrug hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die Betrugsmasche reicht von vermeintlichen Gratis-Angeboten ├╝ber Phishing-E-Mails, um an sensible Daten zu kommen, bis zu Abo-Fallen uvm. Hier als User*in den ├ťberblick zu behalten ist nicht ganz einfach. Die Watchlist Internet bietet einen gesamten ├ťberblick zu F├Ąllen von Internetbetrug in ├ľsterreich. Sie ist unabh├Ąngig von Service-Anbietern eine gute Anlaufstelle, um sich ├╝ber aktuelle F├Ąlle zu informieren. Wenn man bereits von einer Betrugsmasche wie beispielsweise Fake SMS betroffen ist, dann hilft auch die Internet Ombudsstelle mit Beratung weiter.