Als Handy-Besitzer*in bekommt man zu jedem Vertrag bzw. neuen Gerät immer eine Menge Codes. Diese tragen alle geheimnisvolle Kurznamen wie PIN, PIN2, PUK, PUK2 usw. Manche davon betreffen die SIM-Karte und den Mobilfunkvertrag. Es gibt aber auch Codes, die an die Hardware gebunden sind. Also an das Gerät selbst. Die IMEI ist beispielsweise so etwas wie der Fingerabdruck des Handys, eine einzigartige Zeichenkombination, die viele wichtige Sicherheitsfunktionen erfüllt.

Was genau die IMEI ist, wie man sie herausfindet und was sie in welchen Situationen und Anwendungen alles kann, stellen wir nachfolgend vor.

*#06#

Beginnen wir im ersten Schritt mit etwas Tastenmagie! Schon mal die Kombination *#06# im Tastenblock eingetippt? Nur zu, es kann nichts passieren… Voilá, es erscheint wie durch Zauberhand eine Menge Information über das Handy. Am wichtigsten ist die IMEI (International Mobile Station Equipment Identity), die international genormte 15-stellige Seriennummer. Anhand dieser kann man jedes GSM- oder UMTS-Endgerät weltweit eindeutig identifizieren. Die Tastenkombination, mit der diese abgerufen werden kann, ist übrigens auch global im GSM-Standard verpflichtend vorgeschrieben. Alternativ kann die IMEI auch je nach Hersteller via Systemeinstellungen abgerufen werden. Bei Geräten mit herausnehmbarem Akku ist sie meist auf der Platine unter dem Akku zu finden. Sollte auch eine IMEI2 auftauchen, dann keine Panik. Denn diese ist für Geräte mit Dual-SIM vorgesehen und findet sich manchmal auch in Geräten mit nur einer aktiven SIM-Karte.

IMEI sicher aufbewahren für den Notfall

Die IMEI ist nicht nur physisch im Gerät programmiert, sondern bei Bedarf fragt auch der Mobilfunkbetreiber diese ab. Im Regelfall ist sie unter anderem dafür verantwortlich, dass ein vorhandener SIM-Lock beim Mobilnetz abgefragt wird und die Nutzung eines Geräts in einem Mobilnetz zulässt oder eben nicht. Im Umkehrfall wiederum wird beim Entsperren des Handys die IMEI in den Listen der Mobilfunkbetreiber entfernt und das Gerät ist dann „frei für alle Netze“, wie es so schön heißt. Darüber hinaus ist die IMEI wichtig, um ein gestohlenes Gerät sperren oder sogar mit etwas Glück orten zu können. Die IMEI, die meist auch auf der Smartphone-Verpackung aufgedruckt ist, sollte daher immer sicher aufbewahrt werden.

Wie sicher ist mein Handy damit?

Dennoch ist man nicht automatisch davor gefeit, dass ein verlorenes oder gestohlenes Gerät von einer anderen Person unbefugt weiterbenutzt wird. Die IMEI lässt sich mittels spezieller Software mitunter aushebeln und neu programmieren – ähnlich wie das (kriminelle) Ausfeilen von Seriennummer in Autos oder Waffen. Als Handybesitzer*in sollte man daher nicht nur die IMEI und alle Vertragsunterlagen sicher aufbewahren, sondern auch regelmäßig Backups machen. Oder idealerweise gleich eine Versicherung abschließen.