Essen zu bestellen, ist dieser Tage für manche das Highlight der Woche. Nach dem Arbeitstag die Füße hochzulegen und sich von Lebensmittel-KünstlerInnen verwöhnen zu lassen, ist der Vibe, den wir jetzt brauchen. Denn auch wenn man sich bemüht und viele neue Rezepte probiert, beim Bananenbrot-Hype mitgemacht hat oder endlich angefangen hat, selbst eingelegtes Gemüse zu essen: sich das Restaurant-Feeling mit Selbstgekochtem nach Hause zu holen, ist möglich, aber schwierig. Vor allem unter dem Blickpunkt, dass wir uns in Österreich seit über einem Jahr in dem Ausnahmezustand der Pandemie befinden. So wurden die meisten Rezepte vielleicht doch schon ausprobiert. Die Pinterest-Boards hat man mittlerweile ausgeschöpft.

Zudem stehen der Öffnung der Gastronomie für ganz Österreich die steigenden Neuinfektionen gegenüber. Wann man also wieder im Lieblingsrestaurant beim Essens-Date Platz nehmen kann, ist derzeit mit einem großen Fragezeichen versehen. Auch wenn uns Restaurants verwehrt bleiben, gibt es Möglichkeiten, ein bisschen Abwechslung dank Lieferservice und Pick-Up-Möglichkeiten auf den Teller zu bringen.

Die Sache mit den Lieferdiensten

Im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass Food-Delivery ein Thema ist, um das die Gastronomie nicht herumkommt. Vermittlungsplattformen wie mjam oder Lieferando wurden im Laufe der Pandemie auch für jene Gastronomiebetriebe wichtig, die davor gut ohne sie klar kamen. Schließlich ist eine gewisse Sichtbarkeit auf diesen Plattformen inbegriffen.

Und dort ist mehr zu finden denn je. Die Pandemie hat die Gastronomie gezwungen, ihr stationäres Geschäftsmodell zu mobilisieren. Viele Restaurants haben den Sprung zur Online-Bestellung vollzogen beziehungsweise vollziehen müssen. Zähneknirschend wird dabei in Kauf genommen, dass an die Plattformen rund 30 % des Umsatzes abgeliefert werden muss. Nicht zuletzt deswegen sind die Bestellungen nicht unbedingt günstiger als der verwehrte Ausflug in die Gaststube. Liefergebühren und Mindestbestellmengen sorgen aber dafür, dass für alle Beteiligten genügend bleibt.

Direkt beim Restaurant Essen bestellen

Um die Restaurants des Vertrauens bestmöglich zu unterstützen, sollte man direkt bei ihnen Essen bestellen. Dafür fragt man am besten beim Restaurant nach. Einige Restaurants haben dafür beispielsweise einen Bestellservice via WhatsApp eingerichtet. Andere bieten Bestellungen via Telefon oder E-Mail an. Die Chance, dass man bei einem Restaurant, das auf einer Vermittlungsplattform aufgelistet wird, auch direkt bestellen kann, steht hoch. Und so unterstützt man bestmöglich die durch die Pandemie gebeutelten Wirt*innen.

Zusätzlich kann man sich ein bisschen selbst austricksen. Denn beim Restaurant zu bestellen, ist ja fast wie im Restaurant direkt zu bestellen. Mit viel Fantasie zumindest. Den Tisch kann man festlich decken. Das rote Tischtuch, das an den Italiener ums Eck erinnert, herausholen und schon ist man dem Restaurant-Feeling einen Schritt näher.

Urlaubs-Feeling in der eigenen Stadt verspricht ein Spaziergang in Verbindung mit Essensabholung bei einem Restaurant mit Pick-up-Option. Das Essen kann man vorab via Telefon oder direkt vor Ort bestellen. So kann man das Restaurant zumindest von außen sehen und die Erinnerung daran mit nach Hause nehmen. Vielleicht verleiht auch das ein bisschen Restaurant-Flair.

Essen bestellen abseits der großen Plattformen

Wer sich fragt, wo man abseits der bekannten Plattformen Restaurant-Essen bestellen kann, dem sind einige Alternativen geboten. In Graz wird einem das Essen mit dem Fahrrad von velofood zugestellt und in Salzburg gibt es beispielsweise die Food Ninjas. Der Futterkutter bringt in Innsbruck regionale und abwechslungsreiche Speisen und in Linz wird das Essen von Velonto mit dem Fahrrad vorbeigebracht.

Das Restaurantessen selbst (fertig) kochen

Es gibt inzwischen aber auch einige Anbieter*innen, die einem durch Koch-Boxen das Einkaufen abnehmen wie es sich z.B. an Valentinstag gezeigt hat. Dafür schaut man am besten auf der Website des Gastronomiebetriebs vorbei.