Die Herbstferien nähern sich in großen Schritten – höchstwahrscheinlich verhindert die Pandemie so manchen Plan. Mit ein wenig Kreativität, Planung und Vorsicht kann man sich aber dennoch an schönen Aktivitäten mit den Kindern erfreuen.

Anstatt uns auf all die Einschränkungen, die diese Pandemie mit sich bringt, zu konzentrieren, sollte man die Zeit nutzen, um die eigenen Erwartungen neu zu denken und sich neue Möglichkeiten oder Adaptionen zur Freizeitgestaltung auszudenken. Hier haben wir einige Ideen zusammengetragen.

Mit der digitalen Welt auf Augenhöhe

Coding ist eine Sprache, die es wert ist, sie zu lernen. Schließlich ist Digitalisierung Teil unserer Realität geworden und wer die Skills des Programmierens beherrscht, hat einen klaren Vorteil. Warum also nicht die Herbstferien nutzen, um den Kindern das Codieren näher zu bringen?

Inzwischen gibt es auch schon einige Apps und Plattformen, die sich genau darauf spezialisiert haben. Seiten wie Code it!, Grid Garden, CodeCombat oder Silicon Valley Kids wollen Kindern das Programmieren spielerisch beibringen. Vorkenntnisse sind meist nicht nötig und wer weiß, vielleicht kann man sich die Computersprache bald selbst von den eigenen Kindern beibringen lassen. Eine Aktivität, die man wunderbar von zuhause aus erledigen kann.

No Prob-Lama

In die Anden kommt man gerade schwer, aber es gibt gute Nachrichten: Man kann sich ein Stück Anden nach Österreich holen, indem man in den Herbstferien Alpakas besucht. Die Alpaka-Zucht erfreut sich einer verständlichen Beliebtheit, weshalb es auch in jedem Bundesland die Möglichkeit gibt, die Tiere anzusehen oder sogar mit ihnen zu wandern.

In Südamerika nennt man Alpakawolle aufgrund seiner Feinheit auch das „Vlies der Götter“. Aber nicht nur die Wolle ist fein, sondern auch der gutmütige Charakter, der Alpakas nachgesagt wird.

Eine Wanderung mit Alpakas erhöht für Kinder die Freude am Wandern sicher um einige Motivatiospunkte und ist unter Einhaltung der notwenigen Sicherheitsvorkehrungen eine spannende Abwechslung für die gesamte Familie.

Die Farben des Herbstregenbogens

Eine der schönsten Eigenschaften des Herbstes ist sein beeindruckender Farbreichtum. Mit Hilfe einer Farbkarte, die man entweder ausdruckt, selbst malt oder mittels Apps wie den Finke-RAL-Finder (kostenlos für iOS und hier für Android erhältlich), kann man Kinder auf Farb-Entdeckungsreise schicken. Grün, Orange, Rot, Gelb und Braun werden einfach zu finden sein. Was ist aber mit Schwarz und Weiß?

Es ist eine spielerische Möglichkeit, Kinder zu unterhalten und zu beschäftigen, während man durch den Wald wandert. Sollte im dichten Herbstferien-Programm Zeit für eine lange Wanderung fehlen, reicht ein Ausflug zum nächsten Spielplatz, in den Innenhof oder zum nächsten örtlichen Park.

Auf digitaler Schatzsuche in den Herbstferien

Böse Zungen behaupten, dass Geocaching „so 2010“ ist. Trotzdem ist diese Art der modernen Schatzsuche gekommen, um zu bleiben. Mithilfe eines GPS-Gerätes – oder besser noch mit der Geocaching-App (iOS und Android) – macht man sich auf die Suche nach kleinen Schätzen, die von anderen Geocachern im Freien versteckt wurden.

Wenn der gewünschte „Schatz“ gefunden ist, kann man sich in das beiliegende Logbuch eintragen und den Fund so verewigen. Die Verstecke können mittels Koordinaten gefunden werden – ein echtes Abenteuer also. Hat man das Versteck gefunden und sich in das Logbuch eingetragen, muss man das Gefundene nach Geocacher-Etiquette wieder an den exakt gleichen Ort zurücklegen. Möchte man es mitnehmen, so muss man unbedingt etwas Gleichwertiges hinterlegen.

Geocaches gibt es weltweit, egal ob am Berg, in der Stadt oder auf der ISS-Raumstation. Hier gibt es eine schöne Liste mit den verrücktesten Geocaching-Orten und eine Anleitung dazu, wie das Ganze genau funktioniert. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass dieses Abenteuer nichts kostet und eine aufregende Zeit draußen verspricht.

Pflanzen entdecken im Botanischen Garten

Botanische Gärten sind immer einen Ausflug wert, schließlich bieten sie ein unheimliches Entdeckungspotenzial. Aufgrund der beschränkten Öffnungszeiten eigenen sich die Herbstferien besonders für diese spannenden Gärten.

Wer aus dem Garten auch eine kleine Forschungsreise machen will, kann dies mithilfe von Pflanzenbestimmungsapps wie PlantNet (iOS, Android), Naturblick (iOS, Android) oder Picture This (iOS, Android).