Die Übergangszeit eignet sich wie keine andere dafür, sich auf den Königs- bzw. Königinnenweg der Ausflüge zu machen: das Wandern. Das Leben in Österreich hat den großen Vorteil, das nächste Naturparadies schnell erreichen zu können und das selbst, wenn man in Städten wohnt.

Um das Wandern zu optimieren, kann wie so oft das Smartphone zum wichtigen Tool werden. Wir haben uns die unterschiedlichsten Wander-Apps angesehen und fassen zusammen, worauf man beim Bergerklimmen mit Smartphone achten sollte.

Diese Apps gibt es für das Wandern

Die App „Ortovox Bergtouren“ (hier erhältlich für iOS und für Android) bietet eine Vielzahl an Touren an, die on- und offline auf einer topografischen Outdoorkarte abgerufen werden können. Ein praktischer Vorteil von „Ortovox Bergtouren“ ist die Sortierung der Touren nach Schwierigkeit und Dauer.

Als Add-on gibt die App zudem Sicherheitsempfehlungen ab, damit man optimal auf die vorherrschenden Bedingungen eingestellt ist. Besonders fein ist das Tracking der zurückgelegten Strecke. Mit ihm ist eine Auswertung über die Dauer der Tour und die bewältigten Höhenmeter möglich.

Lexikon für das Wandern – 160 Jahre Karte und Gebiet

In beinahe 160 Jahren sammelt sich ein mächtiges Know-how an und genau dieses zeichnet die App des Alpenvereins “alpenvereinaktiv” (erhältlich für iOS und Android) und die darin erhältlichen Karten aus. Über 8.600 Tourenbeschreibungen für Wanderungen, Hochtouren, Kletter- und Mountainbike-Touren stehen zur Verfügung. Zusätzlich zu bereits vorgegebenen Touren, ist in der App auch ein Tourenplaner inbegriffen.

Die Pro-Version bietet alle vorhandenen Karten auch als Offline-Version an. Zusätzlich wird das sehr detaillierte Kartenangebot mit Daten zu den Alpenvereinshütten, aktuellen Tourbedingungen, Lawinenlageberichte für das Spätherbst-Wandern und Tipps von anderen UserInnen abgerundet.

Allrounder für Outdoor

“Bergfex” ist die App der österreichischen Internetplattform für Bergtourismus und Alpinsport, die gleichzeitig auch die größte Europas in diesem Bereich ist. Kein Wunder also, dass wir es hier mit einer Allrounder-App für Outdoor-Aktivitäten wie Laufen, Wandern oder Walken zu tun haben.

Wenn man sich nicht auf Österreich festlegen mag, hat mit Bergfex ein Planungstool, das europaweit mehr als 70.000 GPS-Touren anbietet. In der Pro-Version können auch Offline-Karten heruntergeladen werden. Erhältlich für iOS und Android.

Better safe than sorry

Die beste Routenplanung hilft nicht, wenn sich über der Route ein Wolkenbruch auftut. Die oben schon erwähnte Outdoor-Plattform „Bergfex“ bietet zusätzlich auch eine Wetter-App für iOS und Android an, die für Österreich beinahe 4000 detaillierte Prognosen und zahlreiche Bergwetter-Vorhersagen treffen kann.

Orte können zu Favoriten hinzugefügt werden. Außerdem werden Wind, Niederschlag und Sonnenscheindauer angezeigt. Eine 9-Tages-Prognose gibt es ebenfalls.

Wandernadel und Sicherheit

Virtuelle Wandernadeln gibt es mit der App „Gipfelbuch & Wanderkarten“ von SummitLynx (erhältlich für iOS und Android). Erfolge kann man auf Social-Media-Plattformen mit Freunden teilen.

Aber das Glanzstück der App ist die Notfall-Verständigung mySOS, sollte auf der Tour etwas passieren. Im Notfall wird man beim Wandern leichter gefunden, je mehr Informationen über die Route mit der App geteilt wurden.

Die Umwelt wahrnehmen beim Wandern

Mit der „NABU-Vogelwelt“-App (iOS, Android) kann man die unterschiedlichsten Vogelarten mittels Bestimmungstafel zuordnen. Im Moment wird auch an einer Art Shazam für Vögel gearbeitet, damit in Zukunft Vögel durch ihren Gesang (aber auch durch das Uploaden von Fotos) identifiziert werden können.

Hinter dem Namen „PlantNet“ (erhältlich für iOS und Android) steht eine Community-basierte Pflanzen-Erkennungs-App, die Pflanzen mittels hochgeladener Fotos erkennen kann. Durch die Option, mehrere Fotos hochzuladen, lassen sich die Pflanzen sehr genau bestimmen.

Wuthering Heights und was sonst noch zu beachten ist

Auf welcher Seehöhe man sich befindet, kann beim iPhone ganz einfach beim integrierten Kompass nachgesehen werden. Sonst gibt es für Android noch Apps wie den Höhenmesser. Wer beim Wandern auf alles vorbereitet sein will, kann sein Handy – und gleichzeitig auch den Akku – im Falle von Regen oder Kälte mit Hilfe einer speziellen Hülle vor Umwelteinflüssen schützen.

Wenn die Batterie dennoch stirbt, kann man das Smartphone mittels eines Solarpanels oder einer Powerbank unterwegs wieder aufladen. Ein solches Recharge-Devise sollte aus Prinzip jede/r mitführen, der/die auf den Berg geht.

Nicht nur Wandern ist in der goldenen Jahreszeit angesagt. Wir haben die Herbst-Tipps zusammengetragen.