Der erste Covid-Herbst liegt vor uns. Nachdem im Sommer zumindest teilweise kurz auf- und durchgeatmet werden konnte, wird der Herbst wieder mehr Disziplin von uns fordern. Was uns konkret bevorsteht, liegt noch im Ungewissen. Fest steht, dass wir unser Leben bald wieder mehr nach innen verlagern müssen. Doch bevor die Tage zu kurz, die Temperaturen zu niedrig und die Pflanzen zu kahl werden, kann man selbst einen Herbst, der von einer Pandemie überschattet wird, zu einem möglichst schönen machen.

Im Herbst Energie tanken beim Wandern

Den sinkenden Temperaturen zu entkommen indem man in Österreich in das Flugzeug ein- und in der südlichen Hemisphäre wieder aussteigt, ist gerade kaum bis gar nicht möglich. Deshalb muss man anders zu Wärme kommen – am besten von Innen. Wandern eignet sich bestens dazu, die „inneren Radiatoren zum Glühen zu bringen“.

Wer aus den Bergtouren das Meiste herausholen möchte, kann das beim Wandern mithilfe von Apps am Smartphone. Anhand topographischer Karten kann man sich orientieren, kann Tourdatenbanken durchstöbern und Routen nach unterschiedlichen Kriterien auswählen. Keinesfalls die Powerbank vergessen!

Digital ist besser

So hieß das Debüt der deutschen Indieband Tocotronic und mit dem Zusatz „und gesünder“ ist der Titel wohl auch zumindest eine passende Headline für den Kultur-Herbst 2020.

Wo der Herbst normalerweise der Startschuss für Konzerte, Theater- und Kinoabende ist, sind Indoor-Aktivitäten heuer aufgrund von Corona entweder gar nicht oder mit größter Vorsicht zu genießen. Deshalb wird man Konzerte, Opern und Theater heuer zu einem guten Teil in Online-Räume verlagern müssen.

Genuss beim Heurigen im Herbst

Herbstzeit geht synonym mit Heurigenzeit, denn Entschleunigung funktioniert am besten beim Wein des Jahres, gutem Essen und in guter Gesellschaft. Bei der Entscheidung, welcher Heurige es werden soll, kann beispielsweise die Heurigen.at-App helfen. Einfach Bundesland, gewünschtes Datum und Bezirk auswählen. 

Als Add-on kann man sogar aus den unterschiedlichsten Weinregionen auswählen. Auch die Top-Heurigen Niederösterreich haben eine App, die über kulinarische Veranstaltungen, Kellergassenfeste, Weinfeste und vieles mehr informiert. Der Falstaff bietet eine App an, in der die 452 besten Heurigen und Buschenschanken gebündelt sind.

Pflanzen winterfest machen

Es ist nicht alles schlecht im Jahr 2020, denn einige Menschen haben den Lockdown heuer zum Anlass genommen, Balkon, Terrasse oder Garten in eine grüne Oase zu transformieren. Wenn die getane Arbeit nicht erfrieren soll, sind ein paar Stunden, die man in die Vorbereitungen zur Überwinterung steckt, gut investiert. 

Bevor man die Pflanzen in den Winterschlaf schickt, sollte unbedingt auf Schädlinge geprüft werden. Apps wie Pflanzendoktor (erhältlich im App-Store und Google Play) oder Plantix (Google Play) helfen beim Identifizieren und Lösen eines Schädlingsproblems.

Damit die Pflanzen in Herbst und Winter Energie sparen, sollten verwelkte Blüten vor dem Einwintern abgeschnitten werden. Als nächsten Schritt müssen die Blumentöpfe auf die Kälte vorbereitet werden. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie sie mit einer isolierenden Schicht wie Vlies oder Luftpolsterfolie zu umwickeln, aber so, dass noch Luft in die Erde gelangt. 

Damit die Pflanzen von unten nicht frieren, stellt man sie am besten auf Holzpaletten oder Styroporplatten. Für nicht winterharte Balkonpflanzen muss ein Platz in einem hellen, aber kühlen Raum gefunden werden. Ist der Raum zu warm, gehen Pflanzen nicht in Winterruhe. 

Winterharte Gewächse, die man im Winter draußen lassen kann, sollten an einen gut geschützten Platz gestellt werden. Während der Winterzeit sollten die Pflanzen auch nur spärlich – in etwa alle zwei Wochen – gegossen werden. Düngen kommt gleich gar nicht in Frage, da die Pflanzen ruhen sollen.

Ernte-Tank

Das Wort „Herbst“ hat etymologischer denselben Ursprung wie das englische Wort für Erntezeit, nämlich „harvest“ und mit etwas Glück kann vor dem Überwintern der Pflanzen sogar noch etwas homegrown Ernte abgetragen werden. Fällt der Ertrag üppig aus, oder man möchte gerne länger davon zehren, kann man sich im Einlegen von Gemüse versuchen. 

Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Egal, ob süß, sauer, salzig – mit dem richtigen Mix von Kräutern, Salz und anderen Zutaten und schönen Gebinden kann man die Freude über den eigenen Garten prolongieren.

Wem das Einlegen nicht ganz geheuer ist, kann auch auf die Konservierungsmethode des Trocknens zurückgreifen. Das Obst oder Gemüse hierfür an der frischen Luft, im Backofen oder in eigens hergestellte Dörrgeräte legen. Tutorials dazu gibt es unter anderem auf YouTube.