Wie lässt es sich am besten zuhause lernen? Da gibt es leider kein allgemeingültiges Rezept für jede Familie. Wir haben grundsätzliche Empfehlungen aus psychologischer Sicht zusammengetragen.

Corona-Medienkonsum steuern und über Ängste sprechen

Eines ist klar: Mit Angst, Fragezeichen und Sorgen im Kopf kann niemand gut zuhause lernen. Der erste Schritt ist daher ein guter Umgang mit der Verunsicherung der Kinder. Kindgerechte Erklärungen, ein offenes Ohr für alle Fragen, die Einschränkung des Medienkonsums zu Corona im Haushalt und eine achtsame Wortwahl bei Gesprächen unter Erwachsenen können helfen. Corona sollte nicht ständig und ungefiltert auf die Kinder einströmen. Eine tägliche Familienbesprechung kann zur erfolgreichen Kommunikation zuhause beitragen. Denn Kinder schätzen es, miteinbezogen und ernstgenommen zu werden. Das gegenseitige Verständnis und die Kommunikation werden gefördert: „Was ist gut gelaufen? Was wünsche ich mir anders? Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen?“ Und es ist aktuell ratsam, auf neue oder strengere Erziehungsmaßnahmen zu verzichten. Auch für Kinder ist die momentane Situation belastend.

Lernen zuhause braucht Struktur

Sehr wichtig ist es, eine Tagesstruktur beizubehalten und hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Wecker stellen, raus aus den Pyjamas und der Tag wird nach einem gemeinsamen Frühstück wie ein „normaler Schultag“ gestartet. Denn Kinder brauchen für das Lernen zuhause Orientierung und Struktur – wie in der Schule. So wird mit dem Kind ein Tagesplan erstellt und die Lernzeiten gemeinsam besprochen. Catherine Gottwald berichtet von ihren Erfahrungen nach 4 Wochen als Mama an der Bildungsfront im Distance Learning. Mit Smart Family Premium lassen sich Zeitpläne digital teilen. Die App hilft zusätzlich bei der Familienorganisation. Auch die Pausen sind dabei wichtig und für sie gilt: Bildschirme sollte man meiden! Das Zimmer lüften, etwas Bewegung, Flüssigkeit trinken und eine kleine Jause helfen zur Aufrechterhaltung der Konzentration.

Lernen zuhause geht nicht ohne ausreichend Freizeit

Aus psychologischer Sicht für das Lernen zuhause ist es ratsam Lern- und Freizeit klar zu trennen. Als Elternteil kann man im Home Office mit gutem Beispiel vorangehen. Freizeitgestaltung kann in der aktuellen Situation dazu dienen, das psychische Wohlbefinden zu erhalten. Dieses ist für den Lernerfolg entscheidend. Als Mensch braucht man Bewegung, um gesund und in guter Stimmung zu bleiben. Übrigens gilt das auch für die gesamte Familie! Man kann beispielsweise zusammen zur Lieblingsplaylist auf Deezer, Yoga, Fantasiereisen sowie Entspannungsübungen machen oder mit Luftballons spielen.

Aufgrund von Corona gibt es plötzlich viel Zeit. Diese kann auch genutzt werden, um neue Ideen umzusetzen, Gesellschaftsspiele zu reaktivieren oder gemeinsam kreative Projekte zu starten. Jedes Familienmitglied braucht zudem auch Rückzugsmöglichkeiten und Stunden, an denen man auch für sich sein kann. Für entspanntes Surfen und Streaming sorgt das Highspeed-Internet im Haushalt. Magenta Internet Kunden können sich zusätzlich 3 Monate TV-Erlebnis auf bis zu drei Geräten holen. Außerdem können Magenta TV Kunden im April kostenlos Premium-Sender testen.

Situation als Chance für die ganze Familie

Bleib neugierig, bleib verbunden. Es geht nicht nur darum, das Lernen zuhause zu organisieren. Das gemeinsame Lösen einer schwierigen Situation stärkt den Familienzusammenhalt. Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene können sich derzeit in Rücksichtnahme, Selbstorganisation und -strukturierung weiterentwickeln. Zudem bietet die Situation die Möglichkeit für einen bewussteren Umgang mit dem Leben. Zeit, sein Konsum- und Freizeitverhalten zu reflektieren!

Dieser Beitrag zum zuhause Lernen entstand in Zusammenarbeit mit Mag.a Uschi Weinhäupl, www.spürzeit.at. Sie ist Klinische- und Gesundheitspsychologin, arbeitet in freier Praxis und bei MOMO: Mobiles Kinderhospiz- und Kinderpalliativteam. Sie bietet psychologische Diagnostik und Behandlung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Eltern- und Angehörigenberatung. In der aktuellen Situation hat sie wie zahlreiche andere PsychologInnen und PsychotherapeutInnen auf Videotermine und telefonische Beratung umgestellt.