Safer Internet setzt sich mittlerweile seit 15 Jahren für mehr Digitalkompetenz ein. Im vergangenen Jahr organisierte die Plattform insgesamt 3.200 Workshops für rund 30.000 Jugendliche. Daneben wurden Workshops für Eltern, BetreuerInnen und erwachsene Bezugspersonen organisiert. Online finden Interessierte zudem zahlreiche Informationsmaterialien, von Guidelines zur sicheren Nutzung verschiedenster Onlineplattformen bis hin zum Elternratgeber „Frag Barbara“ im Videoformat.

Safer Internet geht uns alle an

Seit Beginn vor knapp 15 Jahren ist das Angebot stetig gewachsen und auch das allgemeine Interesse wächst stetig. „Der größte Erfolg ist, dass sich die Breite Masse mittlerweile mit dem Thema beschäftigt. Wir sehen in den Medienberichten, in den Anfragen von Journalisten, in den Gesprächen mit Eltern, Kindern und Jugendlichen, dass viel mehr Bewusstsein da ist, wenn es um digitale Technologien geht“, so Matthias Jax, Projektleiter von Saferinternet.at. Im Februar findet wieder das Safer Internet Aktionsmonat statt, am 12. Februar werden – wie schon im Vorjahr – an zahlreichen Schulen Projekte zum Thema Digitalkompetenz im Rahmen des Safer Internet Days umgesetzt.

Schule und Safer Internet

Ein Schritt in Richtung Digitalkompetenz wird seit kurzem auch in der Schule gesetzt. Seit Herbst 2018 ist „Digitale Grundbildung“ ein verpflichtendes Wahlfach in der Sekundarstufe und soll die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Bereichen von Medienkompetenz über Sicherheit bis zur technischen Problemlösung verbessern. Dabei steht es den Schulen frei, ob das Fach als eigenständiges Fach besteht oder in andere Fächer integriert werden soll. „Es war immer eine Forderung von uns, dass es eine gewisse Regelmäßigkeit gibt und natürlich ist die Schule da genau der richtige Rahmen, weil dort hat man diese Regelmäßigkeit und die Möglichkeit sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die digitale Grundbildung ist ja nicht ein kleines Fach, wo man einen Computer einschaltet und herumtippt, sondern das soll ja in verschiedenen Fächern aufgegriffen werden“, so Matthias Jax weiter.

Saferinternet.at unterstützt Lehrende bei der Vorbereitung mit Informationsmaterial und Übungsbeispielen. Im Rahmen des Safer Internet Day am 11. Februar werden an zahlreichen Schulen zudem gemeinsam Projekte zum Thema Digitalkompetenz umgesetzt.

Medienkompetenz für Eltern

Wie eine aktuelle Studie im Rahmen von Safer Internet zeigt, geben fast 75 % der befragten Eltern von 0- bis 6-Jährigen an, dass ihre Kinder internetfähige Geräte zumindest gelegentlich nutzen. Smartphone, Tablet und internetfähige Fernseher führen hier die Liste an. Mit ihnen werden mehrheitlich Videos oder Fotos angesehen, Musik gehört oder Games gespielt. Der erste Kontakt mit digitalen Medien erfolgt im Alter von einem Jahr oder sogar noch jünger. Die Krux an der Sache: Eltern sind in diesem Alter bei der Medienerziehung stark gefordert. Sie selbst können sich aber nicht an Erfahrungen aus der eigenen Kindheit orientieren.

Der Elternratgeber „Frag Barbara“ beantwortet Fragen rund um Kinder und den Umgang mit Medien. Die Themen reichen dabei von Handysucht bis zu Cybermobbing. Zudem berät Safer Internet auch auf Elternabenden zum Umgang der Kids mit dem Internet. „Die Eltern, die zu unseren Workshops kommen, sind meist schon sehr bewandert. Der Wunsch, der immer wieder geäußert ist, ist: ‚Gibt es nicht irgendein Tool, mit dem ich mein Handy kindersicher machen kann?‘ Da müssen wir leider sagen: Nein, gibt es leider nicht. Natürlich gibt es Tools wie FamilyLink oder die Bildschirmzeiterfassung auf iOS, aber Kinder werden immer eine Möglichkeit finden, das zu finden, was sie finden wollen. Es braucht in dem Bereich vor allem Aufklärungsarbeit und gemeinsame Zeit miteinander, um die digitale Welt zu entdecken“, erklärt Mathias Jax weiter.

ConnectedKids: Seit über sechs Jahren für digitale Kompetenz im Klassenzimmer

Mit dem von Magenta Telekom bereits 2013 initiierten Projekt „ConnectedKids“ hilft das Unternehmen Kindern, Jugendlichen, Eltern und Pädagoginnen sowie Pädagogen bei der Nutzung digitaler Medien. Dadurch wird digitale Medienkompetenz im Klassenzimmer gefördert. Rund 13.500 Schülerinnen und Schüler, fast 1.000 Lehrerinnen und Lehrer und 624 Klassen an 151 Schulen haben bis Ende des Schuljahres 2018/19 die Zeitreise in die vernetzte Schulklasse der Zukunft unternommen.

Schutz für das Smartphone der Kinder und Kids Watch für die Kleinsten

Um Eltern und auch Kindern den sicheren Umgang im Netz einfacher zu machen, bietet Magenta Telekom (vormals T-Mobile) seit 2013 Kinderschutz an. Sie ermöglicht Eltern, ihre Kinder am Smartphone und Tablet vor gewalttätigen, pornografischen und anderen schädlichen Inhalten zu schützen sowie unerwünschte Apps zu blockieren.

Für die Kleinsten bietet sich die Kids Watch an. Mit dieser können Eltern sichergehen, dass der Nachwuchs gut in der Schule oder zuhause angekommen ist bzw. sie per Text- oder Sprachnachricht informieren, wenn sie sich bei der Abholung von der Schule verspäten.