Fettige Haare, fertiges Essen und der ein der andere Wutausbruch – die letzte Prüfungszeit ist zwar gerade erst vorbei, dennoch sollte man sich im Geiste schon wieder auf die nächste vorbereiten. Diese kommt nämlich schneller ums Eck als man jetzt gerade, im immer noch anhaltenden Feiertaumel meinen möchte. Die Vorbereitung darauf muss jedoch nicht nur geistig stattfinden, sondern kann auch aufs Smartphone übergehen. Zahlreiche Lern-Apps für Studis buhlen, mit immer ausgefeilteren Systemen, um verzweifelte, stressgeplagte Studierende. Worauf es bei einer wirklich guten Lern-App ankommt, lässt sich anhand verschiedener Programme am einfachsten erklären. Achtung: Die meisten der hier vorgestellten Apps sind für Tablet oder Phablet besser geeignet als für den kleinen Smartphone-Display.

GoodNotes

Mit dieser App haben die Hersteller ein Tool entwickelt, mit dem sich Lernmaterialien besser organisieren lassen. So macht es die App beispielsweise möglich, Anmerkungen direkt in PDF-Dokumente zu schreiben und wichtige Passagen zu markieren. Mit Ordnern und Tabs soll ein guter Überblick geschaffen werden. Als vollwertiger Notizbuchersatz wird GoodNotes auch gerne genutzt um handschriftliche Notizen festzuhalten – beispielsweise während eines Meetings. Die App ist leider nur für iOS-Geräte erhältlich. Als Alternativen für Android und Windows eignen sich Apps wie Squid oder Evernote. GoodNotes kostet 7,99 Euro.

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SelfControl

Neben all den wichtigen Notiz- und Organisations-Apps die mittlerweile so am Markt zu finden sind, ist eines natürlich ganz besonders wichtig: Die Selbstkontrolle. Schließlich steckt das Internet voll gefährlicher Ablenkungen. SelfControl blockt Unterhaltungswerbseiten auf dem Laptop oder dem Tablet. Welche Seiten man sperren möchte, gibt man entweder selbst ein oder lädt eine bereits existierende Liste ins Programm. Vorher sollte man sich jedoch ganz genau überlegen, welche Seiten man garantiert nicht für Recherchezwecke braucht. Auch diese App gibt es aktuell nur für iOS, dafür ist sie kostenlos. Alternativen für Windows sind SWtayFocusd oder SelfRestraint.

AnkiApp

Es gibt sie ja, die Freunde des Karteikastens. Wer sich zu ebenjenen zählen darf, wird mit dieser App eine große Freude haben. Die Karten müssen, wie im echten Leben auch, jedoch erstmal angelegt werden. Während des Lernens kann auf den Karten vermerkt werden wie gut der Lernstoff, der sich darauf befindet, bereits sitzt. Jene Karten mit etwas schwierigerem Lernstoff werden danach häufiger ausgespielt. Die fertig beschrifteten Karten können dann auch am Smartphone genutzt werden und eignen sich damit besonders gut für längere Bus- oder Straßenbahnfahrten. Die AnkiApp ist kostenlos und sowohl für iOS als auch für Android verfügbar.

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Schneller Lesen

Diese App ist weniger als Lern-App sondern vielmehr als Trainingsapp zu verstehen. Trainiert werden hier nicht Po- oder Bauchmuskeln, sondern Lese-, Konzentrations- und Merkfähigkeit. Obwohl es der Name der App nahelegt, soll die App natürlich nicht nur dazu beitragen, die Lesegeschwindigkeit nach oben schnalzen zu lassen, sondern auch dafür sorgen, dass das Gelesene auch behalten wird. Die Leistungskontrolle spielt bei dieser App eine besonders wichtige Rolle: So wird jedes Ergebnis einer Übung durch ein grafisches Scoring bewertet und damit auf sehr übersichtliche Weise deutlich gemacht wie weit es noch bis zum vorher definierten Ziel ist. Die App kostet 2,99 Euro und ist für iOS und Android erhältlich.

Mendeley

Das Studium besteht vor allem aus einem – aus unendlich viel Papier. Um hier den Überblick zu behalten, bedarf es schon sehr guter Organisation und Struktur. Die Mendeley App schafft Abhilfe: Hier lässt sich der gesamte Wust an Papierkram einfach verwalten. PDFs können zur Bibliothek hinzugefügt werden, sie lässt sich nach Stichwörtern durchsuchen und einzelne Stellen in den Texten können natürlich auch kommentiert und markiert werden. Die App verfügt außerdem über mehr als 7.000 Zitierstile. Mendeley ist gratis und für iOS und Android verfügbar.