Zeitumstellung, Stress oder schnarchende Mitbewohner – das Thema Schlaf beschäftigt viele Menschen auch tagsüber in deutlich größerem Maße als ihnen lieb ist. Die Diskussionsgrundlage ist dabei doch nicht immer dieselbe: So gibt es zunächst einmal die einen, die nicht einschlafen können, aber auch die anderen, die in der Früh nicht aus dem Bett kommen. Hilfe gibt es für alle – und zwar in Form praktischer Schlaf-Apps, die das Schlafverhalten ihres Nutzers oder ihrer Nutzerin – wie im Schlaf – kennen. Egal ob einfach aus Interesse oder weil die Augenringe schon bis zu den Mundwinkeln reichen – Schlaftrecking-Apps liefern viele wertvolle Informationen zum eigenen Schlafverhalten.

Pillow – Effizienter Mittagsschlaf

Powernaps sind ein heikles Thema – die einen schwören darauf und legen sich nur noch mit Schlüsselbund aufs Sofa, die anderen fühlen sich danach wie gerädert. Die App Pillow kann dabei helfen, das Mittagsschläfchen nicht zu lang werden zu lassen. Ein integriertes Logbuch ermöglicht es dem Nutzer oder der Nutzerin, festzuhalten wie erholsam der Schlaf war. Ansonsten geht es bei Pillow in erster Linie um die Überwachung und anschließende Verbesserung des eigenen Schlafes. Sie erfasst sowohl Bewegungen als auch Umgebungsgeräusche während der Nachtstunden. Aktuell ist die App nur für iOS-Geräte erhältlich, funktioniert allerdings auf dem iPhone und dem iPad gleichermaßen gut. Im direkten Vergleich mit anderen Schlaftrecking-Apps punktet Pillow vor allem durch sein aufgeräumtes und minimaoistisches Design. Pillow ist kostenlos verfügbar. Wer sich die Premium-Version auf sein iOS-Gerät holen möchte, muss dafür allerdings 4,99 Euro hinlegen.

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SleepBot – Tiefer schlafen, leichter aufwachen

Zu den bekanntesten Anwendungen im Bereich der Schlaf-Apps gehört bestimmt SleepBot. Die App versteht sich als Rundum-Betreuer wenn es um den heiligen Schlaf geht. Im Zentrum steht – wie auch bei der App Pillow – die Schlafüberwachung. Außerdem kann eine gewünschte Zeit eingestellt werden, zu der man aufgeweckt werden möchte. Im Dashboard kann außerdem eine gewünschte Zeit eingestellt werden zu der man von der App aufgeweckt werden möchte. Anhand von Bewegungen misst die App in welcher Schlafphase man sich gerade befindet und passt die Weckzeit dementsprechend an. Der Grundgedanke dabei ist jener, dass das Aufstehen in besonders leichten Schlafphasen am einfachsten ist – die App versucht also das sprichwörtliche „Aufstehen mit dem falschen Fuß“ zu verhindern. Das integrierte Soundtracking der App zeichnet alle Umgebungsgeräusche auf – auch jene Geräusche, die man selbst im Schlaf machen. Wer sich also selbst beim Schnarchen oder beim Reden im Schlaf zuhören möchte, dem liefert die App auch einiges an Unterhaltungspotenzial. Die Schlaftracking-App SleepBot ist kostenlos für iOS und Android verfügbar.

Runtastic Sleep Better – Nicht nur schneller, sondern besser

Runtastic ist vor allem als Experte im Bereich der Sport- und Fitnessapps bekannt. Darüber hinaus möchte man sich seit einiger Zeit aber auch um die Schlafqualität der Runtastic-Fanbase kümmern. Wie auch schon bei den anderen beiden hier vorgestellten Schlaf-Apps gehört der Schlafphasenwecker zu den zentralen Elementen der App. Die Schlafüberwachung findet hier auf sehr ausführliche und gleichzeitig auf sehr übersichtliche Weise statt. Zusätzlich zur Dokumentationen der Schlafphasen können bei dieser App auch zusätzliche Anreize festgehalten werden. Kaffeekonsum, Sport oder besonders stressige Phasen können festgehalten und dann, in Bezug auf die Qualität des Schlafes, ausgewertet werden. Auch Träume lassen sich auf diese Weise festhalten und analysieren. Fans der anderen Runtastic-Apps werden sich über diese zusätzliche Ergänzung in ihrem App-Repertoire freuen. Runtastic Sleep Better ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Die Premium-Version kostet 1,99 Euro.

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Napflix – Netflix and sleep

Der Ausdruck „Netflix and chill“ zeichnet das heutige Medienkonsumverhalten auf ebenso einfache wie einprägsame Weise nach. Oft bleibt es aber nicht bei dieser einfachen Verbindung – weil sich zusätzlich der Schlaf hineindrängt. Die Macher der Web-App Napflix haben genau das erkannt und einen Netflix-Klon entwickelt, der darauf ausgerichtet ist die Nutzer und Nutzerinnen in den Schlaf zu streamen. Dafür wurden die eintönigsten, unspektakulärsten oder einfach nur entspannendsten Videos auf YouTube zusammengesucht und dann sortiert. Wer sich ein wenig Mühe gibt, stößt hier auf so manche Video-Perle. Und natürlich auch auf Bob Ross. War ja klar.