Die eigenen Finanzen im Griff zu haben, ist nicht immer einfach. All jene Menschen da draußen, die gerade erst ins Berufsleben eingestiegen sind, können ein Lied davon singen. Mit dem Smartphone lässt sich diese Alltagsproblematik etwas einfacher lösen – und zwar buchstäblich. Praktische Apps können nämlich dabei helfen, Geld zu sparen, Geld anzulegen oder es gegen Kryptowährungen einzutauschen. Um das Smartphone auf einfachem Weg in einen Finanzberater zu verwandeln, braucht man nur die richtigen Apps für sich auszuwählen. Buch zu führen muss also nicht mehr bedeuten, als auch tatsächlich ein Buch aufzuschlagen.

AndroMoney – App statt Haushaltsbuch

Die App AndroMoney gab es zunächst nur für Android-Nutzer, mittlerweile ist sie aber auch für iOS-Geräte verfügbar. Als Haushaltsbuch-App soll diese als Basis für Finanzplanung dienen. AndroMoney punktet vor allem mit einer Struktur, die darauf ausgerichtet ist, einen guten Überblick herzustellen. Zusätzlich ist sie sehr einfach zu bedienen – Einnahmen und Ausgaben lassen sich auf sehr simplen Wege in die App eintragen. Ein Feature, das dabei helfen soll an hohen Ausgabenposten zu sparen. Dabei kommen die übersichtlich aufgebauten Grafiken und Statistiken der App in Spiel, denn diese zeigen genau auf, wo die Ausgaben stark angestiegen sind oder vielleicht abgenommen haben. Die Budgetplanerfunktion der App macht sofort darauf aufmerksam, wenn das Budget überschritten werden könnte oder bereits überschritten wurde.

MoneyControl – alles im Blick

Eine schon fast acht Jahre alte, aber immer noch sehr beliebte App, ist MoneyControl. Die App soll dazu dienen, jeden einzelnen Cent im Blick zu behalten und alle Geldströme zu beobachten. Je nachdem was man mit der App machen möchte, bietet sie verschiedene Modelle, um mit den eigenen Finanzen umzugehen. Zu den wichtigsten Funktionen der App zählt natürlich das Protokollieren der eigenen Einnahmen und Ausgaben. Ein Sparziel schafft zusätzliche Motivation für einen strukturierteren Umgang mit den eigenen Finanzen. Darüber hinaus können auch mehrere Personen hinzugefügt werden, wenn diese am Umsatz beteiligt waren. Dass sich die Geldbewegungen einer ganzen Gruppe genau überwachen lassen, kann zum Beispiel auch im Urlaub große Vorteile mit sich bringen. Alle für den Urlaub getätigten Ausgaben werden so an einem Platz gesammelt und die Beteiligten verlieren den Überblick nicht. MoneyControl ist für iOS und Android erhältlich. Die Vollversion kostet 5,99 Euro.

© MoneyControl

Zuper – gesunde Finanzen

Die App Zuper soll ebenfalls bei der Verwirklichung von Sparzielen helfen. Allerdings tut sie das in der Funktion eines Coaches, der sich um die „Financial Health“ des Gecoachten kümmert. Wie auch bei MoneyControl stehen hier Übersicht, Optimierung und Effizienz im Vordergrund. Allerdings ist die Erreichung dieser Ziele hier mit etwas geringerem Aufwand verbunden, denn die App erlaubt es, die eigenen Bankkonten einzubinden. Geht es um die Ausgabefunktion, lassen sich alle Ausgaben bestimmten Kategorien zuweisen, wobei diese zusätzlich auch mit Limits versehen werden können. Als Motivator dient der Financial Health Score, der die eigene finanzielle Lage mittels einer Skala von 0 bis 100 abbildet. Zuper ist sehr daran gelegen, dass sich diese im Laufe der Zeit verbessert und der eigene Score Stück für Stück nach oben wandert. Die App gibt es kostenlos für iOS als auch für Android.

© Zuper

Toshl – Liebe zum Detail

Auch diese, seit 2010 bestehende App, möchte alles sehr einfach halten, indem sie auf die Konten ihrer Nutzer zugreift. Mithilfe eines eigenen Tagging-Systems kann je nach Bedarf jeder Eintrag zusätzlich auch mit Fotos und Beschreibungen versehen werden. Optisch prägen bunte Grafiken die App, die sich insgesamt sehr verspielt präsentiert. Ansonsten bietet die App ähnliche Dienste an wie Zuper. So lassen sich laufend neue Trends erstellen, die Auskunft darüber geben sollen, wie die nächsten Monate aussehen könnten. Durch die Verknüpfung mit den eigenen Konten ist hier beim Thema Datenschutz allerdings Vorsicht geboten. Die Datenschutzbestimmungen genau durchzulesen, lohnt sich. Dasselbe gilt natürlich auch für die App Zuper. Toshl ist in zwei verschiedenen Versionen verfügbar: In einer kostenlosen Version und einer Pro-Version, die 20,49 Euro im Jahr kostet. Die App funktioniert sowohl auf iOS als auch auf Android-Geräten.

Coinbase – die digitale Geldbörse

Wer in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen möchte, ist mit Coinbase gut beraten. Ein guter Überblick über aktuelle Kurse von Bitcoin und Co zeichnet die App aus. Die Kryptowährungen können allerdings auch in der App aufbewahrt werden – eine digitale Geldbörse sozusagen. Diese kann mit Bankkonto oder Kreditkarte verknüpft werden und auf diesem Weg digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin gekauft oder verkauft werden. Die Installation der App ist kostenlos, allerdings fallen für alle getätigten Transaktionen Kosten an. Coinbase ist für iOS und Android verfügbar.