Mit Instagram – eine soziale Plattform und ein werbefinanzierter Onlinedienst – teilen vor allem Jugendliche Fotos und Videos. Instagram gibt es seit 2010, gehört zu Facebook und ist gleichzeitig Microblog sowie audiovisuelle Plattform. Das soziale Netzwerk kann mit iOS, Android und Windows 10 genutzt werden und lässt Fotos auch in anderen sozialen Medien verbreiten. Derzeit nutzen mehr als eine Milliarde Menschen weltweit diesen Onlinedienst. „Warum also nicht auch im Klassenzimmer?“, ist eine berechtigte Frage.

Instagram: ein Bilder-Alleskönner?

Instagram
(c) Screenshot Matheforscher

Instagram bietet eine Reihe an Funktionen und Möglichkeiten:

  • Mit Instagram teilt man z. B. selbst gemachte Bilder, die auf künstlerische Art und Weise mit Filtern bearbeitet werden können.
  • Auch eigene Aktivitäten werden dokumentiert und verbreitet.
  • Fotos und Videos, die man im Profilraster behalten möchten, können gepostet werden.
  • Es bietet sich an, verschiedene Filter und kreative Funktionen zu verwenden und mehrere Clips zu einem Video zu gestalten.
  • Hilfreich ist es auch, Text und Zeichenfunktion zu verbinden. Bilder und Videos erzählen so eine Geschichte.
  • Inspiration pur: Fotos, Videos und andere Profile lassen sich über die Suchfunktion finden.
  • Auch Emojis können auf Instagram eingesetzt werden.

Unterrichtsszenarien mit Instagram

Instagram als Kommunikationstool

Instagram im Klassenimmer ist z. B. ideal in Geografie, Geschichte und allen Sprachen. SchülerInnen erzählen durch die Auswahl der Bilder und Texte über sich. Sie erkennen, wie sie sich präsentieren, was ihnen wichtig ist, wie sie sich kleiden, wer ihre Vorbilder sind, wie sie Natur und Technik sehen, was sie essen etc.

Literaturunterricht

Der Aufbau und die szenische Abfolge in einem Literaturtext kann durch SchülerInnen erforscht und damit reflektiert werden. So können auch Romanfiguren „gecastet“, Lesetexte visualisiert, Text und Bilder verknüpft und forschende Fragen initiiert werden.

Welche Hashtags?

Damit Bilder in großer Fülle gefunden werden, sind Hashtags zu generieren. Welche Hashtags tatsächlich gesucht werden und zielführend sind, bietet sich als Diskussion im Unterricht an.

Noch ein Wort zu Takeovers

Im Rahmen eines „Takeovers“ übernehmen SchülerInnen den Instagram Schul-Account (Beispiel GRG 3) für einen Tag oder eine Woche. In dieser Zeitspanne zeigen sie ihren Blick auf ihr Umfeld in Form von Fotos, Hashtags und kurzen Begleittexten.

Ein Tipp zur Vorsicht

Wie schon erwähnt, ist Instagram sehr beliebt bei SchülerInnen. Der Einsatz im Klassenzimmer teilt sich überall in Befürworter und Ablehnende. In jedem Fall ist auf gesetzliche Bestimmungen in den jeweiligen Bildungsregionen zu achten.

Denken Sie auch an das Urheberrecht der Bilder von SchülerInnen. Unter 14 Jahren bedarf die Veröffentlichung von Bildern der Zustimmung der Eltern. Instagram in der Schule zu verwenden, heißt auch, verantwortungsbewusst mit Bildinhalten und Emojis umzugehen. Genau hier liegt die pädagogische Aufgabe der Schule: Onlineplattformen wertschätzend und sinnvoll zu nutzen. Welche Inhalte gepostet werden dürfen oder ob SchülerInnen in Fotos markiert werden sollen, sind zentrale Fragestellungen, die im Unterricht behandelt werden können.

Schulen präsentieren sich mit Instagram

Instagram kann Teil der Öffentlichkeitsarbeit für Schulen sein, wie folgende Beispiele zeigen:

Für alle, die jetzt Lust auf Instagram im Unterricht verspüren

Der Instgagram Leitfaden (Lizenz CC BY-NC-SA) für PädagogInnen hilft weiter. Auf zwei Seiten geben Tipps Einblick, was bei der Nutzung von Instagram im Kontext eines Projektes von PädagogInnen beachtet werden muss. Neben Verhaltensempfehlungen zum richtigen Umgang und zu geeigneten Inhalten ist besonders der Einblick in die Datenschutzerklärung sehr hilfreich für die pädagogische Praxis.

Weitere spannende Instagram-Accounts für den Unterricht