Vor rund eineinhalb Jahren ist Alexa – und ich meine von Amazon und nicht (m)eine neue Mitbewohnerin – bei mir eingezogen. Seitdem liebe ich es, durch meine Musik und andere Dinge mit Sprachsteuerung zu navigieren (hier gehts zu meinem Bericht über Alexa). Und nebenbei ist sie auch immer eine lustige Partybeschäftigung für Jung und Alt – manche Lieder sind gar nicht so einfach auszusprechen und es kommen oft lustige Verwechslungen zustande 😉

Bereits damals war mein Plan, mein Haus noch smarter, noch intelligenter zu machen. Die Zeit ist verstrichen, ich wollte keine einzelnen Lösungen, die ich mühsam einbauen muss (ich mag Technik wirklich sehr gern, aber irgendwann ist dann auch Schluss). Daher war ich umso erfreuter, als T-Mobile vor einigen Wochen Smart Home angekündigt hat.

Am Tag der Pressekonferenz (für Interessierte: Presseaussendung) habe ich anhand der Geräteliste – rund 240 smarte Geräte sind derzeit in das System einzubinden – einen Plan für mein Haus gemacht. Mein Fokus lag auf Sicherheit, da ich gerne immer alles im Blick habe.

Mein Starterpaket Safety mit den zusätzlich kompatiblen Geräten.
Mein Starterpaket Safety mit den zusätzlich kompatiblen Geräten.

Aber zurück zur Idee und gleich zur Planung. Wichtig ist, dass man sich vorher überlegt, was man überhaupt steuern will und ob man schon vorhandene Geräte hat, die ebenfalls integrierbar sind. T-Mobile hat drei Pakete (Easy, Comfort und Safety; jeweils 4,99 Euro im Monat), die schon mal bei den ersten Überlegungen helfen. Beispiele findet man weiter unten, weitere gibt es auf der Webseite von Smart Home. Die Starterpakete können durch unzählige Geräte ergänzt werden, ganz nach individuellem Wunsch und Bedarf. Ich habe zum Beispiel noch die Innenkamera, zwei zusätzliche Tür-/Fensterkontakte, einen Schalter und einen Zwischenstecker im T-Mobile Shop gekauft.

Vor der Anschaffung ist Planung das A&O

Zuerst habe ich alle zu sichernden Räume, inklusive Außenbereiche, aufgelistet und überlegt, welche Bereiche und  potenzielle „Einstieggstellen“ wie Fenster und/oder Türen ich sichern möchte. Es gab Räume mit der Absicherungsstufe „Must have“ und „Nice to have“. Im Zuge der Planung habe ich zwei wichtige Punkte gefunden, die man bei der Anschaffung unbedingt beachten muss: Stromquellen und Platzbedarf!

Strom: Viele Geräte funktionieren mit Batterien, einige brauchen jedoch einen Stromanschluss. Abgesehen von der Home Base benötigt zum Beispiel die Innenkamera einen Stromanschluss, die Innensirene ebenso. Dies sollte bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden, da die Platzierung davon auch abhängig gemacht werden muss. Beispiel: Innenkamera im Vorraum an der Decke gewünscht? Dann muss man dort einen Stromausgang haben oder ev. Kabel verlegen. Wenn ich vorher daran gedacht hätte, dann hätte ich mir ein paar (zusätzliche) graue Haare erspart…

Platzbedarf: Die meisten Smart Home-Geräte sind einfach anzubringen und viele davon könnten sogar auch angeklebt werden. Beim Tür-/Fensterkontakt beispielsweise muss man jedoch gut überlegen, ob dieser (oder doch ein anderer aus der Liste) passt. Meine Fenster sind zum Beispiel nicht die modernsten und dadurch recht dick. Das Anbringen der Kontakte war möglich, aber mit einigem verbrauchten Gehirnschmalz verbunden („Moment, wie kleben wir das jetzt wie an?“). Ich werde noch einen Tür-/Fensterkontakt nachbestellen, der allerdings dünner ist (Liste der kompatiblen Geräte beachten!).

Die Planung für die Umsetzung in den eigenen vier Wänden

Ich habe einen großen (äußeren) Vorraum, der drei Türen hat. Da diese Türen der Eingang in mein Haus sind – sowohl von der Straße als auch vom Garten aus – bekommt dieser Raum ein „Must have“. Ich habe mich für den Bewegungsmelder entschieden, mit dem ich gleich zwei der drei Türen abdecke (sie sind gleich nebeneinander). Die Tür in den Garten – sie ist ca. 9 Meter von der Haustüre entfernt – habe ich mit einem Tür-/Fensterkontakt gesichert. Tipp: Technische Spezifikationen der Geräte anschauen! Warum sage ich das an dieser Stelle? Ich wollte den ganzen Raum mit dem Bewegungsmelder sichern, allerdings reicht er „nur“ 6 Meter. 6 Meter sind in den meisten Fällen für einen Raum absolut ausreichend, ich war an dieser Stelle aber zu optimistisch.

Weiter ins Haus: Drei Fenster gehen auf die Straße bzw. in den Vorgarten, eines davon (Badezimmer) ist zu klein um einen Menschen durchzulassen. Zwei Tür-/Fensterkontakte sichern nun diese Fenster (beides Must have). Der (innere) Vorraum bekommt kein Gerät, da man diesen nur durch die (gesicherten) Türen oder (gesicherten) Fenster betritt. Ich habe trotzdem überlegt dort eine Sirene oder ähnliches anzubringen, ist aber noch ein „Nice to have“. Für die Sirene braucht man aber auch eine Steckdose, alle sind aber in diesem Raum voll belegt.  Das angrenzende Wohnzimmer mit Wohnküche hat ein großes Fenster und eine Tür auf die Terrasse/in den Garten sowie Kochmöglichkeiten und ein weiteres großes Fenster in den äußeren Vorraum. In diesem Raum habe ich mich auf den Rauchmelder und auf die Innenkamera konzentriert. Ein Rauchmelder war sowieso schon längst überflüssig (sollte immer und für alle ein „Must have“ sein) und die Kamera deckt – platziert am Ende des Raums – das ganze Wohnzimmer an. Die Kamera, wie schon oben beschrieben, benötigt einen Stromanschluss, daher ist man nicht zu 100 Prozent flexibel bei der Aufstellung. Die zwei Lampenschirme im Raum werden noch mit smarten Birnen ausgestattet („Nice to have“), ein Zwischenstecker wird vorinstalliert aber noch nicht eingesetzt.

Die Installation der smarten Geräte

Smart Home: Home Base anschließen.
Smart Home: Home Base anschließen.

Mein Starterpaket Safety kommt in kompakter Verpackung und inkludiert neben den Geräten das Herzstück von Smart Home, die Home Base.

Erster Punkt: Home Base anschließen. Man benötigt ein wenig Geduld, die Installation ist aber einfach. Einen zentralen Standort wählen und Home Base an die Steckdose anschließen. Die Status-LED blinkt während des Startvorgangs weiß. Wenn der Startvorgang beendet ist, leuchtet die LED-Anzeige grün. Danach mit dem Router verbinden (empfohlen: Verbindung via LAN-Kabel oder alternativ kabellose Verbindung). Ich verwende HomeNet Hybrid, dieser benötigt keine zusätzlichen Einstellungen. Andere Router benötigen eventuell eine Voreinstellung, für den Huawei E5170 gibt es die Videoanleiterung hier.

Auf der Rückseite der Home Base die Anmelden-Taste, bis die Anzeige weiß blinkt.  Anschließend für drei Sekunden die Anmelden/WPS-Taste am Router drücken. Bei einem Update kann die Status-LED-Anzeige bis zu 30 Minuten lang blinken. Wenn eine erfolgreiche Verbindung hergestellt ist, leuchtet die Anzeige grün.

Danach die T-Mobile SmartHome-App herunterladen. Durch Scannen des
QR-Codes gelangt man direkt zur jeweiligen App.

Benutzerkonto anlegen: App öffnen und mit E-Mail-Adresse und Passwort
Benutzerkonto anlegen. Auf den Link im Bestätigungs-E-Mail klicken, so
schließt man die Registrierung ab.

Login in der App  und Home Base registrieren. Wenn sich das Smartphone im selben WLAN-Netzwerk wie die Home Base befindet, wird diese automatisch erkannt. Falls nicht, gibt man die Seriennummer an, die auf der Rückseite der Home Base aufgedruckt ist.

Aktivieren: Aktivierungscode eingeben (per SMS nach dem Kauf
erhalten; verloren/nicht bekommen? kostenlose Serviceline während der Öffnungszeiten
unter 0676 2000 kontaktieren), AGBs und Zugriffsrechte akzeptieren und schon ist Smart Home eingerichtet.

Smarte Geräte mit der App in wenigen Schritten koppeln.
Smarte Geräte mit der App in wenigen Schritten koppeln.

Geräte hinzufügen mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung: SmartHome-App starten, über „Einstellungen“ den Menüpunkt „Geräte hinzufügen“ auswählen. Namen des Herstellers wählen und den Gerätetyp auswählen. Schritt-für-Schritt-Anleitung in der App folgen, um die Geräte mit der Home Base zu koppeln. Bei der Installation sollte man einstellen, in welchem Raum das betreffende Gerät platziert ist, damit man später die Einstellung vornehmen kann.

Tipp: Sollte man Unterstützung bei der Installation der Home Base oder SmartHome-Geräte benötigen, so kann man sich an den T-Mobile Partner „Helferline“ wenden (Webseite, telefonisch: 0800 400 470). In den FAQ von T-Mobile zu Smart Home gibt es auch noch gute Tipps und die Antworten auf die häufigsten Fragen.

Unsere Mutter, die Deutsche Telekom, zeigt in diesem Video, wie man Geräte verbindet (einige Geräte, Namen und Designs in der App können von dem T-Mobile-Angebot abweichen):

Viele weitere Videos der Deutschen Telekom zum Thema Smart Home findet man hier.

Smart Home individualisieren

Nach der erfolgreichen Installation aller Geräte gehts in die Individualisierung von Smart Home. Wie man von „Zu Hause“ zu „Abwesend“ wechselt, findet man im folgenden Video. Spoiler alarm: Auch wenn es am Anfang recht kompliziert wirkt, kann man die Einstellung recht einfach durchführen.Man wird Punkt für Punkt durch den Prozess geführt.

Ach ja, wenn ich heim komme, erkennt die Home Base mein Handy und schaltet automatisch auf „Anwesend“. So wird vermieden, dass ich unabsichtlich selber den Alarm auslöse. Auch andere Smartphones lassen sich hinzufügen. Für Gäste habe ich ein Keypad bei der Eingangstür installiert, sie können die Alarmanlage durch Eingabe eines sechsstelligen Codes ausschalten. Ich kann über dieses Keypad den Status auch ändern („Anwesend“ oder auch die scharf schalten), sollte mein Handy mal leer sein oder ich das Smartphone mal nicht finden sollte.

Die Haushüterfunktion ist sehr praktisch, wenn man seine Abwesenheit simulieren könnte. Er schaltet z.B. automatisch das Licht ein, kann Fernsehgeräte laufen lassen und vieles mehr. Weitere Informationen im Video:

Hier gibt es noch einige Beispiele für Situationen, die perfekt für den Einsatz von Smart Home sind.

Angenehm aufwachen

SmartHome macht das Aufwachen so angenehm wie möglich: Noch bevor man aus dem Bett steigt, stellt sich die Heizung im Bad auf 24 °C, gedimmtes Licht schaltet sich ein, das Radio spielt die Lieblingsmusik und die Kaffeemaschine brüht schon mal den Filterkaffee vor.  Einsatz von Starterpaket Comfort, inkludiert HomeBase, Tür-/Fensterkontakt, Zwischenstecker und Heizkörperthermostat.

Untertags alles im Blick

Wenn man das Haus verlässt, schalten Sie in der App mit der „Abwesend“-Funktion auf Knopfdruck das Alarmsystem scharf. Sobald eine Bewegung registriert wird, wird man auf dem Smartphone benachrichtigt. Dank Livestream kann man sofort kontrollieren, ob daheim alles in Ordnung ist. Funktioniert mit Starterpaket Safety (HomeBase, Tür-/Fensterkontakt, Bewegungsmelder und Rauchmelder).

Das Zuhause erwartet mich

Wenn man sich auf den Heimweg macht, heizt sich das Zuhause auf eine wohlige Temperatur vor, im Eingangsbereich wird das Licht eingeschaltet und aus dem Radio tönt entspannende Musik. Beim Lüften schaltet sich die Heizung automatisch aus. Hier sollte man das Starterpaket Comfort wählen.

Der smarte Haushüter

Einfach die Haushüter-Funktion in der App aktivieren. Macht man sich Sorgen, dass das Zuhause in der Abwesenheit von Einbrechern ausgespäht wird? T-Mobile SmartHome simuliert ganz einfach Ihre Anwesenheit. Automatisch und nach Zufallsprinzip wird die Beleuchtung aktiviert, das Radio eingeschaltet und Staubsaugergeräusche oder Hundegebell simuliert.  Empfehlung: Starterpaket Easy mit den Zusatzgeräten Zwischenstecker, Smarte Glühlampe und ausgewählte Lautsprecher.

Wie oben beschrieben, kann man rund 240 Geräte in das Smart Home von T-Mobile aufnehmen. Auf der Webseite findet man die bei T-Mobile beziehbaren sowie eine Liste aller kompatiblen Geräte.

Smart Home Geräteliste. Verfügbar in allen T-Mobile Shops.

 

 

 

 

 

Geräte für Smart Home. Weitere Infos unter www.t-mobile.at/smarthome.
Geräte für Smart Home. Weitere Infos unter www.t-mobile.at/smarthome.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Fazit: Man braucht Zeit für die Einrichtung. Man muss manches einfach ausprobieren und sich auch manchmal vielleicht kurzzeitig ärgern. Für einen Spontaneinkauf ist Smart Home nichts. ABER: Ich liebe Smart Home. Ist es einmal eingerichtet, bringt es unglaublich viele Vorteile. Ich kann jederzeit „sehen“, was zuhause in meiner Abwesenheit passiert. Ich kann durch die Kamera potenzielle Einbrecher filmen. Ich kann aber auch schauen, wie es meinen Tieren geht und durch die Kamera sogar mit ihnen sprechen. Sollte eingebrochen werden, geht der Alarm an und die Einbrecher versuchen vielleicht gar nicht weiter vorzudringen. Ich kann einstellen, dass bei der ersten bemerkten Bewegung meine Lautsprecher angehen und ich Radio hören kann. Ich kann die Kaffeemaschine und andere smarte Geräte steuern. Ich könnte jetzt noch viel aufzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Bildet euch selber ein Bild 😉

 

Der Beitrag bzw. Testbericht von Smart Home spiegelt meine persönliche Meinung wider. Alle installierten Geräte wurde von mir persönlich gekauft und bezahlt.