Während der Erkältungszeit wird jeder Handlauf und jeder U-Bahn-Haltegriff zum potenziellen Zerstörer von Liebe und Besinnlichkeit. Wer möchte die schöne Winterzeit denn schon hustend und schnupfend – und mit Tee statt Punsch im Häferl – im Bett verbringen? Wenn es einen dann aber doch mal erwischt, weil die Fahrt mit der U-Bahn einfach sein musste oder man dem Arbeitskollegen einmal zu tief in seine glasigen Augen geschaut hat, dann zählt vor allem eines: auskurieren. Wie man die lästige Erkältung so schnell wie möglich wieder los wird, weiß allerdings nicht nur das Hausmittelverzeichnis in Omas Nachtkastenschublade, sondern auch das Smartphone. Vorausgesetzt man installiert die richtigen Apps. Ansonsten bleiben halt wieder nur noch Topfenwickel und Essigpatscherl …

Netdoktor

Geht es um gesundheitliche Ratschläge aus dem Netz, ist die Internetplattform Netdoktor oft die allererste Anlaufstelle. Auch wer sich mit dieser Methode zum wiederholten Male selbst eine Herzinfarkt diagnostizierte, wird beim nächsten Halskratzen wohl wieder zu Netdoktor zurückkehren. Die App knüpft eng an die Plattform an und punktet dabei vor allem als Suchmaschine für Ärzte und Ärztinnen. Weil der Standort alleine meistens aber nicht aussagekräftig genug ist, bietet die Datenbank, außer der Ordinations-Adresse aber noch einige zusätzliche Infos zu dein einzelnen Ärzten und Ärztinnen an. Der passende Arzt kann aus der App heraus auch gleich telefonisch kontaktiert werden. Netdoktor ist gratis und für iOS und Android erhältlich.

Wenn die Erkältung da ist ©Pixabay
Wenn die Erkältung da ist ©Pixabay

 

Tipps bei Erkältung

Die App ist zwar mittlerweile schon fast sechs Jahre alt, für viele aber immer noch eine der wichtigsten Ratgeber, wenn es darum geht Viren das Fürchten zu lehren. Hilfreiche Ratschläge in Sachen Virenbekämpfung haben schließlich auch kein Ablaufdatum. Hier geht es allerdings nicht nur darum welcher Nasenspray zu empfehlen ist, sondern auch um die korrekte Grippebekämpfung – also auch um die wirklich hartnäckigen Erreger. Praktisch ist, dass man gezielt nach Mitteln gegen bestimmte Symptome suchen kann und diese sich dann in einer Favoritenliste speichern lassen. Der nächste Winter kommt schließlich bestimmt. Die App ist sowohl für iOS als auch für Android kostenlos erhältlich.

Landapotheke

Die App präsentiert sich als Natur-Apotheke für die Handtasche und erfüllt diese Aufgabe auch auf sehr nutzerfreundlichem und gutem Weg. Als Service-App angelegt lassen sich mithilfe des Programms lästige Beschwerden bestimmten natürlichen Heilmitteln zuordnen. Dadurch wird die App außerdem zu einem leicht zu konsultierendem Archiv für bewährte Hausmittel. Rezepte und zahlreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen komplettieren das bunte Programm der App. Wer den schon langsam unendlich mühsamen Husten loswerden möchte, findet hier also nicht nur die passenden Gegenmittel dazu, sondern erfährt auch wie sich diese zu einer besonders effektiven Mischung vermengen lassen. Die Basisversion der App ist gratis und mit iOS und Android kompatibel. Zusätzliche Pakete müssen erworben werden.

Heiße Zitrone bei Erkältung ©Pixabay
Heiße Zitrone bei Erkältung ©Pixabay

Hausmittel für Kinder

Kurz während der großen Pause von der Milchschnitte des Sitznachbarn abgebissen und schon steigt der Taschentuchverbrauch ins Unermessliche. Gerade Kinder sind während der Erkältungszeit einer Vielzahl an möglichen Infektionsquellen ausgesetzt. Hier findet sich nicht nur für jedes Wehwehchen das richtige Hausmittel, sondern darüber hinaus auch der ein oder andere wissenswerte Aspekt zu einem bestimmten Mittel. Wer schon immer mehr über die Geschichte der bewährten Wadenwickel wissen wollte, findet hier also auch eine beachtliche Informationsquelle vor. Insgesamt können die Nutzer und Nutzerinnen hier aus mehr als 130 vielfach erprobten Rezepten wählen. Praktische Einkaufs- und Merklisten helfen dabei das eben gelesene schon beim nächsten Nieser in die Tat umzusetzen. Die App ist  ausschließlich für Android erhältlich und kostet 2,99 Euro.

Sickweather

In eine etwas andere Richtung geht die App Sickweather. Diese möchte, bei richtiger Benutzung, nämlich eine Art „Landkarte der Krankheiten“ abbilden. Die App wurde in den USA entwickelt und ist hierzulande noch eher unbekannt. Die Anwendung der App ist simpel: Bekommt ein Nutzer oder eine Nutzerin eine der in der App eingetragenen Krankheiten, meldet der- oder diejenige das an die App. Die gemeldeten Krankheiten sind dann für alle registrierten Nutzer und Nutzerinnen sichtbar. Die Daten dienen allerdings nicht nur dazu um sichtbar zu machen, wo sich gerade eine Grippeherd immer weiter ausbreitet, sondern machen es auch möglich einen Risiko-Score zu errechnen, der das Gefahrenpotenzial bestimmter Krankheiten transparenter machen soll. Darüber hinaus präsentiert sich die App auch als übersichtlicher Speicher eigener Gesundheitsdaten. Dass es sich bei diesen Daten allerdings um sensible Daten handelt, sollte man dabei aber keinesfalls vergessen. Die App ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.