Wenn Augmented Reality im normalen Alltag zum Einsatz kommt, schrecken viele erstmal zurück. Denn während sich Gamer schon längst selbstbewusst durch erweiterte oder virtuelle Realitäten bewegen, sind viele andere immer noch skeptisch. Beim Einrichten der Wohnung oder auch für die ein oder andere verträumte Design-Spielerei haben sich AR-Apps jedoch schon längst bewährt. Nach folgenden Apps richten wir uns deshalb beim Einrichten der Wohnung oder dem Umgestalten eines einzelnen Zimmers gerne.

Ikea Place. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt – der Besuch im Einrichtungshaus Ikea wird häufig zur emotionalen Gratwanderung. Eine solche Achterbahnfahrt der Gefühle auf sich zu nehmen, ist mittlerweile jedoch gar nicht mehr notwendig – mit der AR-App Ikea Place bleibt man bei der Möbelauswahl am Boden, entschwindet jedoch in eine leicht veränderte Realität. Mittels Augmented Reality lässt sich damit nämlich jeder Raum virtuell mit Ikea-Möbeln bestücken. Das gilt nicht nur für Wohn- oder Schlafzimmer, sondern funktioniert auch mit Küchen-, Bad- und Büromöbeln einwandfrei. Beeindruckend ist die Auswahl der Möbel, die nicht nur Klassiker à la Billy bereithält, sondern einen sehr großen Teil der Ikea-Produktpalette abdeckt. (iOS, Android)

Houzz. Wenn es ums Einrichten geht, ist eine gute Vorstellungsgabe – neben einem funktionierenden Maßband – eindeutig der Schlüssel zum Erfolg. Wer Letzteres zwar besitzt, Ersteres jedoch nicht unbedingt sein Eigen nennt, kann diese Lücke mithilfe der App Houzz schließen. Zunächst als Plattform für Architekten, Designer und Inneneinrichter gedacht, um sich auszutauschen und ihre neuesten Arbeiten zu besprechen, führten die Entwickler im Jahr 2017 eine zusätzliche Augmented Reality-Komponente ein. Aufgrund dieser Neuerung überzeugt die App nun mit ähnlichen Funktionen wie Ikea Place. Doch während sich bei Ikea Place die Produktpalette auf jene beim schwedischen Möbelhersteller erhältlichen Produkte beschränkt, wird den NutzerInnen hier eine bunte Mischung geboten. In etwa 500.000 Produkte stehen zur Auswahl – diese können auf diesem Weg auch gleich käuflich erworben werden.  (iOS, Android)

Neybers. Selbst wenn ein Haus oder eine Wohnung verspielt eingerichtet aussieht, bedeutet das längst nicht, dass das Einrichten selbst ein Kinderspiel war. Die AR-App Neybers möchte der Auswahl verschiedener Möbel und Designs seinen spielerischen Charakter zurückgeben. Eine umfangreiche Anzahl real erhältlicher Designs verschiedener Marken ermöglicht es den NutzerInnen sich ganz nach ihren eigenen Vorstellungen auszutoben. Egal, ob es sich dabei um konkrete Einrichtungswünsche für das eigene Wohnzimmer handelt oder verträumte Design-Spielereien im Vordergrund stehen, Neybers ist eine App, die der Kreativität ihrer NutzerInnen beinahe keine Grenzen setzt. Die fertigen Designs können mittels Pinterest, Instagram, Facebook oder Twitter auch mit anderen NutzerInnen geteilt werden. (iOS, Android)

AR MeasureKit. Ist der kreative Teil des Einrichtungsprozesses erstmal abgeschlossen und geht es danach vor allem darum Hand anzulegen, kann die App AR MeasureKit ein äußerst nützlicher Helfer sein. Gerade im größten Umzugstrubel landen die wichtigsten Werkzeuge, wie Hammer, Schraubenzieher oder Maßband, schließlich häufig an scheinbar unauffindbaren Orten. Während die Funktionen der ersten beiden Werkzeuge noch nicht vom Smartphone übernommen werden können, ersetzt es mithilfe dieser App aber auf einfachem Wege das Maßband und springt dann ein, wenn spontan etwas ausgemessen werden muss. Für den gesamten virtuellen Werkzeugkasten, der aus 7 sieben verschiedenen Messwerkzeugen besteht, müssen einmalig 5,49 Euro ausgegeben werden. (iOS)

Amikasa. Wer sein Zuhause im großen Stil verändern möchte, ist mit der App Amikasa gut beraten. Schließlich soll der große Stil auch besonders stilvoll ausfallen. Die AR-App steht für ausgewähltes Design und einfache Bedienung und überzeugt dabei mit bequemer Drag and Drop-Bedienung und besonders schöner Grafik. Die Möglichkeit Freunde am eigenen Einrichtungs- und Gestaltungsprozess teilhaben zu lassen, macht die App außerdem zu einer sozialen Plattform. Dank der beeindruckenden Grafik und der breiten Produktpalette, hinterlässt die App ihre NutzerInnen mit dem Gefühl ihrer Traumwohnung schon sehr nahe zu sein. (iOS)

Villeroy & Boch. Mit dieser App begibt man sich nicht auf die Suche nach dem perfekten Wohnzimmerstuhl und möchte auch nicht den idealen Platz für die ausgewählte Jugendstil-Kommode ausfindig machen – schließlich steht Villeroy & Boch bereits seit 1748 für hochwertige Keramikwaren. Vergleichsweise jung ist die AR-App des Unternehmens, bei der sich alles um die Einrichtung des Badezimmers dreht – einem Bereich in dem man täglich durchschnittlich 26 Minuten verbringt. Es lohnt sich also auch aus dem Badezimmer einen Ort zu machen, der sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt. Aufmachung und Grafik der App sind beinahe so gut, dass man den feinen Strahl der Regendusche beinahe auf der Haut spüren kann. (iOS, Android)