Eines der größten Probleme, das die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten zu lösen hat ist die Energieversorgung abseits fossiler Rohstoffe. Eine dreizehnjährige Schülerin macht es vor: Maanasa Mendu aus Ohio in den USA hat ein Gerät entwickelt, das Energie aus Wind und Sonne unter Einsatz umweltfreundlicher und kostengünstiger Materialien erzeugt. Mit ihrer Idee hat die junge Forscherin den amerikanischen Wettbewerb Young Scientist Challenge des Multitechnologieunternehmens 3M gewonnen.

Die Erfindung namens „HARVEST“ soll vor allem für die Stromerzeugung in Entwicklungsländern genutzt werden. Mit ihrer Erfindung möchte die Achtklässlerin eine einfache, kostengünstige und weltweit einsetzbare Stromquelle schaffen. Für ihre Innovation machte sich die Schülerin zunutze, dass bestimmte Materialien bei Verformung elektrische Spannung erzeugen – beispielsweise, wenn sie vom Wind in Schwingung versetzt werden.

Von der Natur Inspiriert
Inspiriert wurde Maanasa Mendu dazu durch einen Besuch in Indien, wo viele Menschen keinen Zugang zu lebenswichtigen Gütern wie sauberem Wasser oder elektrischem Licht haben. HARVEST erweitert das ursprüngliche Design um Solarenergie. Ihr Gerät nutzt sogenannte „Solar-Blätter“, die von Pflanzen inspiriert wurden, um Vibrationsenergie zu sammeln. HARVEST arbeitet über Solarzellen und piezoelektrisches Material oder Material, das elektrische Ströme erzeugt, wenn es Vibrationen ausgesetzt wird. So kann das Gerät Energie sammeln, wenn es zum Beispiel regnerisch, windig oder sonnig ist.

Die Stromquelle HARVEST ist nicht nur innovativ sondern auch erschwinglich: es kostet nur etwa fünf Dollar, um das Gerät zu bauen. Die Innovation hat Maanasa Mendu auch einen Platz auf der diesjährigen „Forbes 30 Under 30 Liste“ beschert. Sie ist somit die jüngste Person, die es auf die Liste geschafft hat. Die Liste vereint Menschen, die durch Unternehmertum und Innovation einen wichtigen Beitrag zum Energiesektor machen.