Mit Pokemon Go hat die Verbindung von realer mit der virtuellen Welt einen neuen Höhepunkt erreicht. Das Thema Augmented Reality hat jedoch auch abseits der epidemisch auftretenden Spielesucht rund um die kleinen, gelben Monster Fuß gefasst.

Aktuelles Beispiel ist das Projekt Koski von Václav Mlynár, Absolvent des berühmten Royal College of Art. Koski besteht aus Holzklötzen, die dank Magneten stabile Konstruktionen zulassen.

Das Bauten, die der Lego-Idee entsprechen und der Fantasie freien Raum lassen, offenbaren eine gleichsam verborgene Welt, wenn man sie mit der Kamera eines iPads scannt – eine Welt mit Bäume, Leitern und Wasserfällen, in der sich eine virtuelle Figur bewegen kann. Verschiedenfarbige Klötze definieren unterschiedliche Objekte, Funktionen und Verhaltensweisen.

Das Londoner Startup-Unternehmen Sensible Object verfolgt eine ähnliche Idee in Sachen Augmented Reality. Beim Spiel „Beasts of Balance“ stellt der User unförmige Plastiksteine zu einem Turm zusammen. Jede Aktion hat direkte Auswirkungen auf das eigentliche Spiel, das auf Smartphone oder Tablet passiert.

Beasts of Balance, das bei Kickstarter gelistet ist, soll Ende des Jahres 2016 auf den Markt kommen. Ob Koski jemals Marktreife erlangen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Kindern, die es trotz der zahlreichen Verlockungen der rein auf den Konsum abgezielten Games lieben, ihr Spiel mit Kreativität zu verbinden, ist es jedenfalls zu wünschen.