Smartphones sind konventionellen Handys in allen Belangen überlegen. Das Display ist wesentlich größer, es gibt hunderttausende Anwendungen und Spiele, das World Wide Web ist immer in der Hosentasche. Nur in einer Hinsicht sind die Alleskönner, und das sehr zum Ärger vieler Besitzer, deutlich brustschwächer: bei der Akkuleistung. Während es mit 08/15-Mobiltelefonen möglich war, bis zu einer Woche mit einer Akkuladung auszukommen, müssen Smartphone-User heute schon froh sein, wenn der Strom für einen ganzen Tag reicht. Es gibt aber einige Möglichkeiten, die Batterielaufzeit der modernen Stromfresser deutlich zu verlängern oder gar zu vervielfachen.
Hier finden Sie die fünf besten Tipps für eine bessere Akku-Performance:

 

  1. Anwendungen schließen

Einmal geöffnete Anwendungen laufen im Hintergrund weiter, selbst wenn eine neue Anwendung geöffnet wird, oder der Sperrbildschirm aktiviert ist. Das verbraucht unnötig Akkuleistung. Schließen Sie nicht benötigte Anwendungen und überprüfen Sie in den Einstellungen des Betriebssystems, welche Anwendungen besonders viel Energie benötigen. Zumeist sind das Spiele oder Social-Media Apps wie Facebook.

 

  1. Displayhelligkeit reduzieren

Videos oder Fotos verbrauchen in aller Regel den meisten Strom eines Smartphones. Danach kommt schon das Display. Und hier kann eingegriffen werden. Bei einigen Geräten verbraucht ein sehr hell eingestelltes Display bis zu dreimal so viel Strom wie ein dünkler eingestelltes. Neigt sich Ihr Akku dem Ende zu, reduzieren Sie einfach die Displayhelligkeit so lange, bis die Verwendung immer noch möglich ist, ohne das Smartphone zehn Zentimeter vor das Gesicht halten zu müssen.

 

  1. Stromsparmodus aktivieren

Während diese Funktion bei Android und Windows schon lange an Bord ist, hat Apple bei iOS9 nun endlich auch einen Stromsparmodus integriert: Ist dieser aktiviert, werden keine Mails abgerufen und Hintergrundaktualisierungen von Apps, automatische Downloads und visuelle Effekte reduziert. Zusätzlich hilft es auch Bluetooth, GPS-Ortung oder WLAN abzuschalten, wenn gerade nicht benötigt. Gerade diese Netzwerkdienste saugen besonders viel Strom aus dem Akku. Eine Deaktivierung kann die Akkuleistung bei vielen Geräten mehr als verdoppeln.

 

  1. Akku richtig laden

Akkus halten nicht ewig und werden durch das häufige Laden mit der Zeit schwächer. Irgendwann bedeutet ein voller Akku nicht mehr die gleiche Leistung wie noch hunderte Ladungen zuvor. Es gibt aber sogar beim Laden der Smartphones Möglichkeiten, die Lebensdauer zu verlängern: Wer seinen Ladestand immer zwischen 10 und 90 Prozent hält, verlängert das Lebensalter seines Akkus signifikant. Das hat das Fraunhofer-Institut bestätigt. Das sind keine Unbekannten: Sie haben immerhin das MP3-Format erfunden.

 

  1. Externen Akku mitführen

Sogenannte Akkupacks oder Powerpack wie der Lepow Moon Stone liefern Smartphone-Energie für viele Stunden und sind schon für knapp 20-25 Euro zu haben. Die externen Akkus sind zumeist so groß wie das Smartphone selbst und können den Akku gänzlich wieder befüllen, mit manchen Packs sogar mehrmals. Auf die Ladezeit der externen Stromspender muss aber geachtet werden. Die beträgt mitunter mehrere Stunden.

 

Immer noch unzufrieden?

Wer sich weder mit den Menüeinstellungen beschäftigen noch einen externen Akku mitschleppen will, kann auch einfach eine App zur Stromsparhilfe in den diversen App-Stores laden. Diese kleinen Helfer sorgen mit automatisierten Einstellungen dafür, dass der Akku möglichst lange hält. Einige dieser Apps passen die Einstellungen sogar an den Standort des Besitzers an und wissen, ob er sich im Büro oder zu Hause befindet. In den eigenen vier Wänden wird etwa die Mailfunktion deaktiviert. Das hat dann vielleicht neben einer höheren Akkuleistung auch noch positive Auswirkungen auf das Privatleben.