Heute wäre er ein Hacker, erklärt der international anerkannte Wiener Aktionist und Medienkünstler Peter Weibel. Weibel, einer der Kuratoren der Vienna Biennale 2015, spricht mit Biennale-Initiator und MAK-Direktor Christoph Thun-Hohenstein, darüber wie Vertrauen im Zeitalter von Big Data möglich ist. Anders als in der analogen Zeit gebe es kein Pfand mehr, das in gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Transaktionen als Basis von Vertrauen dienen könne — dafür aber gebe es digitale Werkzeuge, die Vertrauen herstellen können. Etwa bei Car Sharing sei dem Verleiher Identität und Bonität des Benutzers bekannt, oder bei Flug- und Hotelbuchungen werde durch die hinterlegte Kreditkarte Vertrauen in die Kreditwürdigkeit des Buchenden hergestellt. Für die digitale Ära erweitert Weibel die für die analoge Welt postulierten biblischen Gebote „Du sollst nicht begehren Deines Nachbars Weib, Gut, Hof und Vieh“ um ein digitales Gesetz: „Du sollst nicht begehren Deines Nachbars Daten.“

Das Video entstand für die Biennale-Veranstaltung „Vertrauen: Die soziale Währung im Zeitalter von Big Data“ am 16.6.2015 im MAK, die vom Digitale Content Partner T-Mobile gehostet wurde. Aufnahme von Paul Wünsche, MAK.

Weitere Informationen zur Biennale im 0676 Blog-Artikel „Start der Vienna Biennale: App mit Kalender, Gratisticket und Changemakern„.