Boeing Black: Handy mit eingebauter Selbstzerstörung
Boeing Black: Handy mit eingebauter Selbstzerstörung / F. Boeing

„Diese Nachricht zerstört sich in zehn Sekunden von selbst“: Mit diesem markigen Satz und anschließender Rauchwolke beginnen seit Jahrzehnten die frühere TV-Serie und jetzige Filmreihe Mission: Impossible. Offenbar hat der US-Luftfahrhersteller Boeing, der auch im Rüstungsgeschäft aktiv ist, auf dieser Basis sein neues Smartphone „Boeing Black“ entwickelt. Wird an dem Handy unbefugt herumhantiert löscht sich der Inhalt und das Gerät selbst wird unbrauchbar gemacht.

Damit will Boeing offenbar den NSA-Schnüffelskandal gewinnbringend nutzen, um Regierungsbehörden mit abhörsicheren Handys auszustatten. Für Normalkunden wird es das Gerät nicht geben, das unter strengen Auflagen unter anderem an das US-Militär verkauft werden soll. Auch Eigenbedarf von Boeing soll vorhanden sein, spekulieren Online-Postings. Und natürlich ist gut vorstellbar, dass auch die stets international tätigen privaten Waffenhändler hier einen florierenden Markt bedienen — buchstäblich dann ein Schwarzmarkt.

Basis des Geräts wird Googles Betriebssystem Android sein, physisch ist das Gerät etwas größer als ein iPhone. Boeing Black wird zwei SIM-Karten enthalten, um mehrere Netzwerke gleichzeitig nutzen zu können. Genutzt werden können die üblichen Mobilfunkstandards, auch LTE. Ansonst gab sich Boeing wortkarg über die weitere Ausstattung, allfällige Modefarben oder Preis und Liefertermin. Immerhin: Man arbeite bereits seit 35 Monaten an dem Handy. Offenbar Mission: Impossible.