Safer Internet Day 2014
Safer Internet Day 2014

Schon mal von Grooming, Happy Slapping, Sexting oder Phishing gehört? Dahinter stecken Aktionen im Internet, die für Kinder und Jugendliche Gefahren darstellen und nur durch Aufklärung und sorgsamen Umgang vermieden werden können.

Die Europäische Kommission hat sich der Aufklärung angenommen und am 11. Februar 2014 findet zum elften Mal der internationale Safer Internet Day statt. Der Schwerpunkt liegt auf einem „besseren“ Internet für Kinder und Jugendliche, ganz nach dem Motto: „Gemeinsam für ein besseres Internet!“ Über 70 Länder beteiligen sich weltweit am Safer Internet Day, um über eine sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung aufzuklären. In Österreich wird diese Aktion von Saferinternet.at und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur veranstaltet und bietet auch 2013/14 im Safer Internet-Aktions-Monat ein umfangreiches Unterstützungsprogramm. Auf der Webseite von Saferinternet.at findet sich umfangreiches Informations- und Unterrichtsmaterial zu diesem Thema, einige Inhalte haben wir für Sie hier zusammengefasst. Auch T-Mobile leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der jungen Generation und hat bereits 2013 einen umfassenden Kinderschutz präsentiert.

Oberste Prämisse: Je mehr Eltern sich für das interessieren, was ihre Kinder am Computer machen, desto besser können sie in problematischen Situationen reagieren. Dazu gehört es, die Spiele und Lieblingswebsites der Kinder zu kennen und auch zu wissen, warum und wie diese genutzt werden. Überlegen Sie etwa bei Spielen gemeinsam, wann ein guter Zeitpunkt ist, aus einem Spiel auszusteigen (z.B. Level fertig machen), und vereinbaren Sie solche Zeitpunkte.

Nützliche Materialien von Saferinternet.at

  • „Bit & Byte Show“: Infovideos für Kinder und Jugendliche als Ausgangspunkt für die Diskussion in der Klasse. Themen: Preisgabe von Daten, Passwortschutz, Internet-Abzocke, Handykosten und Handykamera.
  • „Sheeplive“-Videos: Zeichentrickfilme für Kinder von 5 bis 12 Jahren zu neun Themen: Phishing, Sexting, Grooming, Spuren im Netz, Cyber-Mobbing
  • Safer Internet-Workshops mit PowerPoint-Präsentationen für Schüler/innen, Lehrende und Eltern. Die Veranstaltungen können von den Schüler/innen dokumentiert und für die Öffentlichkeit aufbereitet werden, z.B. Plakatausstellung mit Fotos und den wichtigsten Safer Internet-Tipps in der Schulaula.
  • Safer Internet Online-Kurs „Safer Internet für die Supplierstunde“ online zum Download bzw. als OTP-Kurs auf LMS.at unter dem Link  – dort finden Sie auch den Link zur Kurskopie zur weiteren Verwendung an Ihrer Schule.
  • Safer Internet-Online-Quiz für Jugendliche mit Fragen zu sozialen Netzwerken, Privatsphäre im Netz, Urheberrecht, Datenschutz und Internet-Abzocke.
  • Material wie Eltern wie „Elternratgeber Handy & Smartphone sicher nutzen“, „Elternratgeber Sexualität & Internet“, „Elternratgeber Computerspiele“, „Linktipps für Eltern“, „Internet sicher nutzen“, „Was tun bei Mobbing? Ein Leitfaden für Eltern“.
  • Saferinternet.at-Unterrichtsmaterialien mit vielen praktischen Übungsbeispielen wie „Schutz der Privatsphäre im Internet“, „Aktiv gegen Cyber-Mobbing“, „Medien und Gewalt“, „Safer Internet in der Volksschule“, „Safer Internet im Kindergarten“, „Creative Commons“, „Internet-Abzocke“, „Gratis“-Angebote im Internet“, „Konsumentenrechte im Internet“, „Das Handy in der Schule – Mit Chancen und Risiken kompetent umgehen“, „Das Handy sicher und verantwortungsvoll nutzen“, „Safer Surfing – Tipps & Tricks zum sicheren Umgang mit dem Internet“, „Sheeplive“-Methodik-Handbuch zum Einsatz der Videos im Unterricht.
  • Weiters stehen FAQ für Eltern und Lehrende zur Verfügung.

Was „Grooming, Happy Slapping, Sexting und Phishing“ bedeutet

Grooming: Pädophile suchen über das Internet Kontakt zu Kindern/Jugendlichen und geben sich als Gleichaltrige aus. Das Phänomen Grooming lässt sich oftmals vermeiden, wenn Jugendliche einfache Chatregeln befolgen und sich v.a. niemals alleine mit Fremden treffen. Möglichkeiten, um sicher zu stellen, dass die Person am Ende der Leitung wirklich auch ein Jugendlicher ist: Jugendliche Sprache, Schreib- und Grammatikfehler, Themen (wie schnell antwortet die Person), Webcam…

Happy Slapping sind Angriffe auf Personen, die mit dem Handy mitgefilmt und anschließend verbreitet werden. Das Ziel dieser „Täter“ ist es, möglichst viel Anerkennung für das Video zu bekommen. Zudem sind die Videos ein beliebtes Sammel- und Tauschgut. Happy Slapping wird oftmals als Mutprobe gefordert und gilt unter Jugendlichen unter Umständen als Heldentat.

Sexting ist zusammengesetzt aus „Sex“ und „Texting“ (engl. für das Senden von SMS). Es bedeutet die private Verbreitung von Nacktbildern des eigenen Körpers. Laut einer US-amerikanischen Studie von National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy aus 2008 haben 59 Prozent der 20- bis 26-Jährigen bereits Sextings versendet.

Phishing ist eine besondere Form des Online-Betrugs. Es wird von Kriminellen im Internet eingesetzt, um an Zugangsdaten für z.B. Online-Banking oder Online-Auktionen zu kommen. Auch Telekom-Unternehmen sind seit Kürze von Phishing betroffen. Betrüger verschicken E-Mails an zufällig ausgewählte E-Mail-Adressen. Durch Klicken auf einen Link installiert sich ein Virus oder Trojaner auf den Endgeräten. In anderen gefälschten E-Mails werden Bank-KundInnen aufgefordert, ihre persönlichen Bankdaten bekannt zu geben oder sich damit auf einer bestimmten Website anzumelden. Diese E-Mails und Websites sind oft dem Erscheinungsbild der Unternehmen täuschend echt nachgeahmt. (0676 Blog hat über Phishing berichtet).