Mit 30 Prozent jährlichem Wachstum übertrifft mobiles Breitband das Festnetz um das Dreifache – und ist damit die am schnellsten wachsende Technologie der Menschheitsgeschichte (0676 Blog hat berichtet). Die Regierung der Technologie-Nation Südkorea hat nun angekündigt, mehr als eine Milliarde Euro (1,6 Billionen Won) in die Entwicklung von mobilem Internet auszugeben. Gefördert wird damit der Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G), das 1000 mal schneller als der derzeit aktuelle 4G-Standard (LTE) sein soll. Bis zum Jahr 2017 soll eine Testversion verfügbar sein, ab 2020 ist die kommerzielle Nutzung geplant. Damit soll es möglich sein, einen Film in hoher Auflösung innerhalb von Sekunden herunterzuladen oder auch in Schnellzügen, die in Asien weit verbreitet sind, problemlos zu surfen.

In Europa befassen sich zahlreiche Unternehmen gemeinsam mit der Entwicklung von 5G, darunter die T-Mobile Konzernmutter Deutsche Telekom und BMW. Der chinesische Elektronikkonzern Huawei kündigte im November ebenfalls den Aufbau eines 5G-Netzes bis 2020 an und will dafür rund 440 Mio. Euro ausgeben.

In Österreich wurde im Oktober 2013 die langerwartete Frequenzauktion abgeschlossen, mit der die Basis für den weiteren Ausbau von LTE (0676 Blog hat berichtet) gelegt wurde. Nun bleibt abzuwarten, ob auch die österreichische Regierung ihre Zusage über die Vergabe der Breitbandförderung einhält, damit Österreich nicht noch weitere Plätze verliert: Mit 55,5 Prozent Penetration war Österreich im Jahr 2012 gegenüber den Spitzenreitern auf dem eher bescheiden Platz 23.