Menschen in Entwicklungsländern müssen sich den Zugang zum Internet leisten können
Menschen in Entwicklungsländern müssen sich den Zugang zum Internet leisten können, fordert eine neue Initiative.

Auch die Menschen in Entwicklungsländern müssen sich den Zugang zum Internet leisten können – das fordert die am Montag, 7. Oktober 2013, in Nigeria gestartete Allianz „Bezahlbares Internet“. Die Initiative wird unter anderen von den großen US-Internetfirmen Google, Microsoft und Yahoo unterstützt und hat das Ziel, sich vor allem in Afrika für einen „offenen, wettbewerbsstarken und innovativen Breitbandmarkt“ einzusetzen und den Breitbandanschluss in dieser Region erschwinglich zu machen.

Infrastruktur und Technologie sind nicht das Problem
Mitglieder der Allianz sind britische und US-amerikanische Entwicklungshilfe-Organisationen, aber auch das soziale Netzwerk Facebook und der so genannte „Vater des Internets“, Tim Berners-Lee. „Es gibt einfach keinen guten Grund, warum die digitale Kluft noch länger bestehen sollte“, sagte Berners-Lee in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Das Problem ist weder die benötigte Infrastruktur noch die Technologie. „Das Hindernis ist eine Politik, die den Wettbewerb behindert, und Gesetze und Vorschriften, die den Zugang unerschwinglich machen.“ Die Allianz Bezahlbares Internet wolle diese Hindernisse nun beseitigen.

Äthiopien hat die weltweit höchsten Kosten für einen Internetanschluss
Bisher hat nur jeder 16. Bürger in Afrika Zugang zum weltweiten Netz. Am Beispiel von Äthiopien zeigt sich deutlich, wie diese „Unterversorgung“ zustande kommt: Der staatliche Anbieter Ethio Telecom ist der wohl einzige Anbieter für Breitbandanschlüsse des Landes, und die Kosten für einen Anschluss seien – in Relation zum monatlichen Durchschnittseinkommen – die höchsten der Welt. Bei einer Bevölkerung von 90 Millionen Menschen gab es 2011 gerade mal 27.000 Breitbandanschlüsse im Land.

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Kostensenkung für Breitbandanschlüsse
Ziel der Allianz ist es, in Afrika die Kosten für einen Breitbandanschluss auf fünf Prozent des monatlichen Durchschnittseinkommens weltweit zu senken. Während in Industrieländern etwa 1,7 Prozent des Monatseinkommens in einen Internetanschluss investiert werden, sind es in Entwicklungsländern durchschnittlich 30 Prozent.